Inmarsat-Überwachungszentrale

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Luftfahrt
05/12/2014

Inmarsat bietet Fluglinien Gratis-Satellitentracking an

Das britische Satelliten-Kommunikations-Unternehmen Inmarsat will mit einem neuen Angebot das Verschwinden von Flugzeugen verhindern.

Wie Engadget berichtet, sollen Flugzeuge künftig alle 15 Minuten durch Ping-Anfragen von Inmarsat-Satelliten geortet werden. In den Ping-Anfragen werden der jeweilige Aufenthaltsort, die Flugrichtung, Geschwindigkeit und Flughöhe übermittelt. Fluglinien würde der Dienst kein zusätzliches Geld kosten, da die notwendige Hardware global bereits weit verbreitet ist. Der Vorschlag von Inmarsat soll bei einem Treffen der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO geprüft werden.

Daten von Inmarsat waren ausschlaggebend für die Suche nach dem vermissten Malaysian Airlines Flug MH370. Durch die Frequenzverschiebung aufgrund des Doppler-Effekts wurde eine wahrscheinliche Flugroute ermittelt, die in ein Gebiet westlich von Australien führt, das bis heute als hauptsächliches Zielgebiet der Suchanstrengungen nach dem vermissten Flugzeug gilt. Bisher ist allerdings noch kein einziges Wrackteil gefunden worden.

MH370-Suchgebiet steht in Frage

Wie The Atlantic berichtet, könnte die Konzentration auf besagtes Zielgebiet bei der Suche nach MH370 fehlerbehaftet sein. Eine tiefergehende Analyse des Datenmaterials von Inmarsat zeige Diskrepanzen im Zusammenspiel zwischen Flugzeugposition und der Position des Inmarsat-Satelliten, der Ping-Signale im Abstand von einer Stunde erhielt (dieses Ping-Signal enthielt übrigens keine Ortsangaben).

"Das größte Risiko für die Untersuchung ist jetzt, dass die Authoritäten weiterhin annehmen, sie haben das Absturzgebiet gefunden, während andere Möglichkeiten nicht erkundet werden", schreibt Autor Ari N. Schulman. Die angenommene Route korreliere jedenfalls nicht mit der mathematischen Analyse der Satellitendaten.

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