DATENSCHUTZ
12/08/2010

Internet Explorer bekommt "Tracking-Schutz"

Das US-Softwareunternehmen Microsoft will in der nächsten Version seines Browsers Internet Explorer 9 eine neue Funktion zum Schutz der Privatsphäre integrieren.

Mit dem "Tracking-Schutz" sollen Nutzer verhindern können, dass bestimmte Websites ihr Surfverhalten über Cookies und andere Tracking-Mechanismen auslesen können.

Die neue Funktion werde im Release Candidate (RC) des IE9 enthalten sein, der 2011 veröffentlicht werden soll, kündigte der für den Internet Explorer zuständige Microsoft-Manager Dean Hachamovitch im IE9Blog des Unternehmens an.

Schutzlisten

Dabei sollen Nutzer Listen erstellen können, in denen sie festlegen, welche Sites und Tracking-Dienste nicht auf ihre Daten zugreifen dürfen. Die "Tracking Protection Lists" ("TPL") sollen allgemein verfügbar gemacht werden. So können etwa Verbraucherschutzorganisationen Schutzlisten erstellen, auf die Nutzer zugreifen können.

Der "Tracking-Schutz" muss von den Nutzern erst aktiviert werden (Opt-in). Nach der Aktivierung könnten Nutzer Schutzlisten hinzufügen, hieß es im IEBlog.

Die US-Behörde Federal Trade Commission (FTC) hatte Anfang Dezember Mechanismen angeregt, mit denen Nutzer vor dem Auslesen ihrer Daten geschützt werden können. FTC-Vorsitzender Jon Leibowitz begrüßte den Vorstoß Microsofts und forderte auch andere Browser-Hersteller auf, "Do Not Track"-Funktionen in ihre Produkte zu integrieren.

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(futurezone)