Digital Life
20.04.2016

Internetanbieter leitete versehentlich Kunden-Mails weiter

Drei Stunden lang wurden alle von BT-Kunden verfassten E-Mails an eine bislang unbekannte Adresse weitergeleitet. Der britische Internetanbieter entschuldigte sich bereits.

British Telecom, auch bekannt als BT, bescherte am Dienstag einem bislang unbekannten Nutzer eine gewaltige E-Mail-Flut. Laut The Register wurden für zumindest drei Stunden alle von BT-Kunden gesendeten E-Mails an die Adresse stevewebb2@btinternet.com weitergeleitet. Da diese Mailbox binnen kürzester Zeit voll war, erhielten zahlreiche BT-Kunden eine Nachricht, dass die E-Mail nicht zugestellt werden konnte. Da diese die angegebene E-Mail-Adresse nicht kannten, kam das technische Problem rasch ans Tageslicht.

Testkonto mit realem Eigentümer

Laut BT, dem derzeit größten Internet-Anbieter in Großbritannien, handelt es sich bei der betroffenen E-Mail-Adresse um ein Testkonto. "Eine kleine Zahl von Kunden haben von einem Problem beim E-Mail-Versand berichtet. Es tut uns Leid, das Problem wurde bereits behoben", gab BT in einer Stellungnahme gegenüber The Register bekannt. Ob hinter dem Testkonto auch ein echter Mensch steckt, ist unklar. Offenbar lautet der Name des Leiters der Cloud-Sparte von BT ebenfalls Steve Webb. BT zog bereits im Februar den Unmut seiner Kunden auf sich, als ein defekter Router für einen stundenlangen Ausfall des Internet-Zugangs sorgte.