Apple Store in Tokio

© everett kennedy brown, epa

Australien
03/27/2012

iPad: Klage wegen irreführender Werbung droht

Apple hat die LTE-Funktion des neuen iPads auch außerhalb der USA beworben, obwohl sie dort eigentlich nicht funktioniert. Nun will die australische Bundeswettberbsbehörde dagegen vorgehen und auf Unterlassung und Schadenersatz klagen.

Die australische Wettbewerbsbehörde ACCC (Australian Competition and Consumer Commission) möchte eine Klage gegen Apple wegen irreführender Werbung einleiten. Die Bewerbung

als 4G-Gerät sei falsch und würde viele Australier zum Kauf verleiten, obwohl
nicht funktioniert. Das neue iPad ist auf die beiden Frequenzbänder von 700 MHz und 2100 MHz ausgerichtet. In Australien werden hingegen die LTE-Netze von Telstra und Optus auf der Frequenz von 1800 MHz betrieben, in Österreich wiederum auf 2600 MHz.

Hochauflösendes Display als Highlight
Die Verwirrung um das LTE-Modul ist außerhalb der USA groß, zahlreiche Netzbetreiber haben in ihrer Werbung für das iPad bereits auf den neuen Standard verzichtet und beschränken sich auf das höherauflösende Display. Auch im Online-Shop von Apple wird mittlerweile im Kleingedruckten ausdrücklich erwähnt, dass die LTE-Funktion nur in einzelnen Netzen in Amerika verfügbar ist: "Außerdem kannst du in den USA auf die 4G LTE Netze von AT&T und in Kanada auf die 4G LTE Netze von Bell, Rogers und Telus zugreifen." Trotz dieser Maßnahme möchte die ACCC Klage am Bundesgericht in Melbourne einreichen und auf Schadenersatz für "getäuschte" Kunden klagen.

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