INTERNET
02/03/2011

IPv4-Adresspool ausgeschöpft

Letzte Blöcke am Donnerstag symbolisch vergeben

Der verfügbare Pool an IPv4-Adressen für Computer, Handys und andere Geräte mit Netzanschluss ist ausgeschöpft. Dies teilte die oberste Vergabestelle für diese Kennzahlen, die IANA, am Donnerstag in Miami mit. Nun ist ein beschleunigter Übergang zum Nachfolge-Standard IPv6 notwendig. Private Nutzer müssen sich aber keine Sorgen machen. Die Anbieter von Internetzugängen haben zugesagt, dass sie in der Übergangsphase beide Protokolle unterstützen werden.IP-Adressen werden für jedes Gerät im Internet benötigt.

Die Zahl der verfügbaren IP-Adressen nach dem bislang verwendeten Standard IPv4 ist auf 4,3 Milliarden beschränkt. Der bereits Ende 1995 festgelegte Nachfolger IPv6 ermöglicht eine nahezu unendlich große Zahl dieser Kennzahlen.

Symbolische Vergabe

Die letzten fünf Blöcke von IP-Adressen wurden symbolisch an Vertreter der Vergabestellen in den Kontinenten vergeben. Faktisch wurden die letzten beiden Blöcke bereits zuvor der Vergabestelle für den asiatisch-pazifischen Raum (APNIC) zugeteilt. Damit gehe ein Kapitel der Geschichte zu Ende, erklärte die IANA (Internet Assigned Numbers Authority).

Während einer Zeremonie in Florida nahm der Leiter der europäischen Vergabestelle RIPE, Axel Pawlik, die letzten IP4-Adressen symbolisch in einem Umschlag entgegen. Die Vertreter der regionalen Vergabestellen erklärten, jetzt komme es darauf an, die Umstellung auf den neuen Standard IPv6 zügig umzusetzen. Die regionalen Vergabestellen wie RIPE in Amsterdam können Telekommunikationsanbieter voraussichtlich noch bis Juni mit IPv4-Adressen versorgen, bis diese dann ebenfalls aufgebraucht sind.

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(dpa)

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IANA