Digital Life
01.08.2012

Iran bestreitet Hacker-Angriff mit AC/DC-Musik

Chef der Atombehörde: "Wer glaubt ernsthaft an eine solche Geschichte?"

Der Iran hat Berichte über einen neuen Hacker-Angriff auf sein Atomprogramm zurückgewiesen. Hintergrund sind Meldungen, wonach ein Virus die Computersteuerung zweier Nuklearanlagen lahmgelegt und dazu lautstark den Hardrock-Klassiker „Thunderstruck" der australischen Band AC/DC abgespielt haben soll. „Wer glaubt denn ernsthaft an eine solche Geschichte?", sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde (AEOI), Fereydoun Abbasi. So etwas habe es nicht gegeben, die Berichte entbehrten jeder Grundlage, betonte er nach einem Bericht der Nachrichtenagentur ISNA.

Die IT-Sicherheitsfirma F-Secure hatte in der vergangenen Woche berichtet, ein Wissenschaftler des iranischen Atomprogramms habe sie über die Cyber-Attacke informiert. Iranische Einrichtungen sind schon öfter das Ziel von Hackern geworden. So wurden 2010 die Rechner von rund 30.000 Nutzern mit dem Computerwurm Stuxnet infiziert. Experten gehen davon aus, dass er geschrieben wurde, um das iranische Atomprogramm zu sabotieren. Hinter der Attacke vermutet Teheran die USA oder Israel.

Mehr zum Thema

  • Malware spielt AC/DC in iranischen Atomanlagen
  • Madi: Trojaner war einfach programmiert
  • Madi: Neuer Trojaner im Nahen Osten entdeckt
  • Flame und Stuxnet haben Gemeinsamkeiten
  • Bericht: Obama befahl Stuxnet-Angriff auf Iran