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Spionage
01/10/2012

Iran: Propagandaspiele im Auftrag der CIA?

Ein US-amerikanischer Videospielentwickler wurde von einem iranischen Gericht zu Tode verurteilt. Er soll für eine amerikanische Firma im Auftrag der CIA Propagandaspiele erstellt und verbreitet haben.

Ein US-amerikanischer Videospielentwickler soll im Auftrag der CIA Propagandaspiele programmiert und kostenlos in Umlauf gebracht haben. Das gestand Amir Mizra Hekmati, ehemaliger Entwickler bei der beschuldigten Firma Kuma Reality Games, und wurde dafür von einem iranischen Gericht zum Tode verurteilt. Demnach soll der ehemalige DARPA-Mitarbeiter (Forschungsabteilung des amerikanischen Verteidigungsministeriums) Spiele und Filme produziert haben, die die öffentliche Meinung im Mittleren Osten im Sinne des Westens manipulieren sollten.

Öffentliches Geständnis
Die CIA verweigerte bislang jeglichen Kommentar zu der Angelegenheit. Die US-Regierung verlangte allerdings offiziell die Auslieferung von Hekmati, da er nach wie vor US-Bürger ist, doch die Verurteilung und das Geständnis erschweren diesen Prozess nun erheblich. Der Verdacht fiel auf den 29-jährigen Hekmati, da er in den USA geboren wurde und Angehöriger der US Marines war. In einem öffentlichen Geständnis im iranischen Fernsehen sprach er davon, wie er in Irak und Afghanistan spionierte um den Iran zu infiltrieren. Dabei erwähnte er auch, dass Kuma Reality Games Geld von der CIA erhielt um "Propagandaspiele" zu erstellen.

Sprachlernprogramm statt Propagandaspiele
Wie mittlerweile bekannt wurde, hat Kuma Reality Games tatsächlich Geld vom Verteidigungsministerium für die Spieleentwicklung erhalten - allerdings für ein Sprachlernprogramm, das Soldaten auf Auslandseinsätzen die Anpassung erleichtern soll. Knapp 96.000 US-Dollar sind bislang in die Entwicklung des Programms geflossen, an dem Hekmati beteiligt war. Währenddessen wendet sich seine Mutter an die Öffentlichkeit: "Amir ist kein Krimineller", schreibt sie in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP. Seine Verurteilung sei nur "das Ergebnis eines Prozesses, der weder transparent noch fair war".

Schwache Beweislage
Der Iran ist dafür bekannt, Amerikaner unter Spionageverdacht festzunehmen und gegen ein Lösegeld wieder auszuliefern. Doch der Fall Hekmati war der Erste seit 33 Jahren, in dem ein Amerikaner dafür zum Tode verurteilt wurde. Das Gerichtsurteil steht auch international von Menschenrechtsorganisationen unter starker Kritik, da bis auf das persönliche Geständnis von Hekmati keinerlei Beweise gegen ihn vorliegen.

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