Digital Life 04.03.2013

Japanische Behörde rät von Google Play ab

© Bild: IPA

Die Information Technology Promotion Agency empfiehlt Apps für Android-Smartphones über andere Anbieter, wie etwa den Yahoo!Market oder die App Stores von Netzbetreibern, zu beziehen. Grund seien die vielen, schädlichen Apps in Googles Play Store.

Die japanische Verwaltungsbehörde Information Technology Promotion Agency (IPA) rät Usern ab, Google Play zu verwenden. Es wird empfohlen, auf alternative App Stores, wie den Yahoo!Market oder die App Stores der Mobilfunkbetreiber auszuweichen. Die IPA begründet dies damit, dass in anderen Stores die eingereichten Apps noch einmal überprüft werden, während sie in Google Play nur automatisiert auf Malware untersucht werden. Dadurch können Apps etwa unbemerkt Userdaten abgreifen.

Die IPA erläutert dies anhand der App „Sexy pornmodel wallpaper", die im Hintergrund die E-Mail-Adresse und GPS-Koordinaten des Users abgegriffen haben soll. Die App wurde laut der IPA erst nach mehreren Beschwerden aus Google Play entfernt. Zu dem Zeitpunkt soll sie aber bereits mehr als 500.000 mal heruntergeladen worden sein.

Damit alternative App Stores genutzt werden können, muss man allerdings in den Einstellungen das Installieren von Apps aus unbekannten Quellen zulassen. So besteht das Risiko, dass Schadsoftware über eine infizierte Website auf das Smartphone kommt.

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Erstellt am 04.03.2013