Digital Life
08.08.2018

Japanische Drogendealer geben im Darknet Geld zurück, wenn wer nicht zufrieden ist

Wer in Japan übers Darknet Drogen kauft hat es dort mit serviceorientierten Anbietern zu tun, wie ein neuer Bericht enthüllt.

Händler und Nutzer des Darknets in Asien scheinen komplett andere Gepflogenheiten zu haben, wie aus einem Bericht bei „The Register“ hervorgeht. Sicherheitsforscher der New Yorker Firma IntSights haben diese untersucht.

In Japan herrsche im Dark Web etwa ein durchgehend freundlicher Ton. Dort würde das Dark Web vor allem in sehr vielfältiger Art und Weise genutzt, etwa um Blogs oder als Bulletin Board Systems zu betreiben oder nutzen. Doch auch bei dem Teil des Dark Webs, der illegale Aktivitäten beinhaltet, sind die Japaner äußerst freundlich.

Geld zurück bei Unzufriedenheit

Demnach bieten japanische Drogendealer, die ihre Ware im Darknet verkaufen, ihren Kunden Gratis-Proben an und zahlen das Geld zurück, wenn sie mit der Ware nicht zufrieden sind. „Wir haben einige Anbieter kontaktiert und sie haben gesagt, dass es korrekt sei, dass sie das Geld zurückzahlen würden, wenn man mit den Drogen nicht zufrieden ist“, sagt einer der Sicherheitsforscher. „Guter Service“ sei den Händlern auch dann wichtig, wenn es sich um kriminelle Aktivitäten handle, heißt es.

In anderen Teilen Asiens dominiert Hacktivism das Dark Web, wie etwa in Thailand, in dem Aktivisten-Gruppen sich dort organisieren, um anonym agieren zu können. Dort werden oft Hacking-Tools geteilt, oder Leaks von gehackten Datenbanken. IntSights hat seine gesamte Untersuchung online zur Verfügung gestellt.