Digital Life
23.06.2018

Journalisten lassen Drohnen über US-Mexiko-Grenze fliegen

© Bild: AP / Eric Gay

Weil Journalisten keinen Zugang zu den Auffanglagern an der mexikanischen Grenze bekommen, lassen sie Drohnen über dem Gelände kreisen.

An der Grenze zwischen den USA und Mexiko hat US-Präsident Donald Trump sogenannte „Detention Camps“ für Kinder eingerichtet. Das Journalistennetzwerk ProPublica hat in den letzten Tagen erschütternde Bilder veröffentlicht mit weinenden Kindern, die nach Eltern rufen, eingesperrt in Käfigen. Diese Bilder waren nicht einfach zu bekommen. Journalisten wird der Zutritt verwehrt. Dürfen sie doch einmal rein, dann heißt es strikt: „Keine Fotos, keine Videos.“

Weil Journalisten der Zutritt zu den Sammellagern der Kinder verwehrt wird, greifen diese jetzt oftmals zu anderen Methoden, wie „gizmodo“ berichtet. Sie verwenden Drohnen, um der Welt zu zeigen, was gerade an der Grenze zwischen den USA und Mexiko passiert. Die Bilder der Drohnen zeigen Zeltstädte, die eigens konstruiert worden sind, um Kinder zu beherbergen, die dort gefangen gehalten werden, weil sie die Grenze in die USA übertreten haben.

Drohnen kreisen über den Lagern

Die Drohnen-Bilder sind derzeit die einzige Quelle, um an Material heranzukommen. „ USA Today“ bezeichnet die Einrichtungen als „Jugendgefängnisse“, in denen Kinder auf ihre Abschiebung warten.

Von der Praxis, Kinder von ihren Eltern zu trennen, ruderte Trump indes mit seinem Dekret zurück. Er werde die Behörden anweisen, sich darum zu kümmern, so Trump. Das Justizministerium beantragte bei einem Bundesgericht in Kalifornien, Kinder gemeinsam mit ihren Eltern in speziellen Einrichtungen festhalten zu dürfen.