Digital Life
01.03.2013

Juristischer Rückschlag für Kim Dotcom

Das FBI muss seine Beweise gegen Megaupload-Gründer Kim Dotcom nicht aushändigen, damit sich dieser auf seine Anhörung im Auslieferungsverfahren an die USA vorbereiten kann. Die Anwälte des 39-jährigen wollen mit ihrem Antrag nun beim Obersten neuseeländischen Gericht vorsprechen.

Im Zusammenhang mit einem Auslieferungsantrag der US-Behörden hat der in Neuseeland lebende Megaupload-Gründer Kim Dotcom einen juristischen Rückschlag hinnehmen müssen. Ein Berufungsgericht (appeals court) in Auckland hat am Freitag ein Urteil des High Court gekippt, das die US-Bundespolizei FBI zur Herausgabe umfangreicher Beweise gegen den aus Deutschland stammenden Internetunternehmer verpflichtet hatte. Dagegen hatte das FBI Widerspruch eingelegt und bekam Recht.

Die Anwälte des 39-jährigen Kim Dotcom hatten argumentiert, Akteneinsicht zu benötigen, um sich auf das Auslieferungsverfahren gegen ihren Mandanten vorbereiten zu können. Sie erwägen nun, in der Sache das Oberste Gericht Neuseelands anzurufen.

Dotcom, in Deutschland besser unter seinem ursprünglichen Namen Kim Schmitz bekannt, wird vorgeworfen, mit seinem Internetportal Megaupload massive Urheberrechtsverletzungen begangen zu haben. Der Schaden soll bei einer halben Milliarde Dollar liegen. Die US-Behörden hatten die Plattform Anfang 2012 vom Netz genommen und die Auslieferung Dotcoms und drei seiner Mitarbeiter gefordert.

Mehr zum Thema

  • Dotcom führt Bitcoin-Bezahlung für Mega ein
  • Mega: Sieben Sicherheitslücken in einer Woche
  • Mega: 10.000 Euro für Sicherheitslücken