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Digital Life
01/17/2013

Kim Dotcom bewirbt Mega.co.nz mit Eiscreme

Der Nachfolger von Megaupload soll am Sonntag an den Start gehen. Mit "Goldenen Tickets" in Eisbechern, die den glücklichen Gewinnern einen Besuch am Anwesen Dotcom Mansion erlaubten, bewarb Dotcom sein neuestes Projekt medienwirksam. Doch auch vor Gericht hat Dotcom derzeit Glück.

Der exzentrische Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat mit einer kuriosen Aktion in Neuseeland die Werbetrommel für seinen am Sonntag startenden Filesharing-Dienst Mega.co.nz gerührt. Dotcom übernahm für einen Abend eine Filiale eines bekannten Eisgeschäfts und verteilte kostenlose Eisbecher an hunderte Besucher.

In zehn Bechern davon hatte er, wie im Kinderbuch "Charlie und die Schokoladenfabrik", ein goldenes Ticket versteckt, das den glücklichen Findern einen Besuch im Dotcom Mansion, dem 19 Millionen Euro teure Anwesen des umstrittenen Millionärs, garantierte. Dotcom öffnete bereits im November sein Anwesen für eine Benefizveranstaltung. Mehr als 1.300 Menschen kamen damals, um das eindrucksvolle Gebäude zu betrachten. 800 davon bezahlten den vollen Preis von rund 65 Euro, um das Anwesen einmal sehen zu dürfen.

Umstrittene Beweise
Der Megaupload-Nachfolger Mega.co.nz soll nun am 20.Januar an den Start gehen. Dotcom steht jedoch noch eine Anhörung im August bevor, in der über seine Auslieferung an die USA entschieden werden soll. Dort droht ihm eine Anklage wegen verschiedenster Urheberrechtsvergehen. Eine Entscheidung eines kanadischen Gerichts könnte ihm aber etwas Zeit verschafft haben.

Einige Server wurden in Kanada beschlagnahmt und US-Behörden scheiterten bislang mit ihren Bemühungen, das Beweismaterial überstellen zu lassen. Die Daten von insgesamt 32 Servern hätten nach Wunsch der US-Ermittlungsbehörden auf digitalen Wegen überstellt werden sollen, doch das Gericht lehnte diesen Vorschlag ab. Nun müssen US-Behörden und die Vertreter von Megaupload das beschlagnahmte Material sichten, sodass nur relevante Informationen übertragen werden. Sollten sich die beiden Parteien nicht einigen können, wird das Gericht ein Urteil fällen.

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