Apple
04/17/2011

Klage: Kind kauft virtuelles Geld über iPhone

Apple sieht sich in den USA einer Klage wegen In-App-Verkäufen gegenüber. Dem iPhone-Hersteller wird vorgeworfen, das Kaufen von Zusatzfunktionen innerhalb von Applikation nur ungenügend abzusichern. Der US-Bürger Garen Meguerian klagt, da seine 9-jährige Tochter um 200 Dollar virtuelles Spielgeld über das iPhone erworben hat.

Die Anwälte von Meguerian werfen Apple vor, das Unternehmen erlaube Minderjährigen den Kauf von virtuellem Spielgeld ohne Einwilligung der Eltern. Kritisiert wird auch, dass man bei den betroffenen Games mit einem Schlag bis zu 100 Dollar loswerden kann, wenn man die Spiel-Währung erwirbt. Besonders Kinder seien hier gefährdet.

200 Dollar ohne Passwort ausgegeben
US-Medienberichten zufolge hat Meguerian seiner 9-jährigen Tochter erlaubt, einige kostenlose Games vom Apple iTunes-Store herunterzuladen, darunter „Zombie Cafe“, „Treasure Story“ und „City Story“. Einige Wochen später fand Meguerian aber heraus, dass seine Tochter etwa 200 Dollar für virtuelle Währungen in den besagten Spielen ausgegeben hatte, ohne ein Passwort für die Transaktion eingeben zu müssen.

Dabei geht es um die bisherige Apple-Praxis, für In-App-Käufe auf dem iPhone innerhalb 15 Minuten nach Einloggen nicht erneut das Passwort eingeben zu müssen. Mit der Veröffentlichung von iOS 4.3 im März (die futurezone

) wurde diese potenzielle Schwachstelle nun beseitigt, zumal Apple diesbezüglich auch von der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) zu hören bekam. Wer die neueste Version des iPhone-Betriebssystem installiert hat, muss nun jede Transaktion per Passwort bestätigen.

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