Digital Life
22.03.2017

Kriminelle drohen mit Löschung von Millionen iCloud-Konten

Eine Gruppe Cyberkrimineller behauptet im Besitz von Zugangsdaten zu hunderten Millionen iCloud-Konten zu sein. Wenn Apple nicht bezahlt, wollen sie die Accounts löschen.

Umgerechnet 75.000 Dollar in Bitcoin oder Ethereum oder 100.000 Dollar in iTunes-Geschenkkarten verlangt die Gruppe, die sich Turkish Crime Family nennt, laut Motherboard und Mashable von Apple. Sollte der Konzern der Lösegeldforderung bis 7. April nicht nachkommen, wollen sie die Nutzerkonten löschen, tat die Gruppe auf Twitter kund:

Zweifel an Authentizität

Ob die Gruppe tatsächlich im Besitz der iCloud-Nutzerdaten ist, ist nicht klar. Als Beweis veröffentlichte die Gruppe zwar auf YouTube ein Video, in dem sie sich in Konten von iCloud-Nutzern einloggten. Über die Anzahl der betroffenen Accounts gibt es laut Motherboard aber unterschiedliche Angaben der Kriminellen. Einmal sei von 300 Millionen betroffenen Konten die Rede, ein andermal von fast 560 Millionen, schreibt Motherboard.

Dem Online-Medium stellte die Gruppe auch einen E-Mail-Wechsel mit dem Apple-Sicherheitsteam zur Verfügung. Darin stellen die Apple-Sicherheitsexperten die Authentizität der Angaben in Frage, kündigen aber auch an, die Behörden einschalten zu wollen. Von Apple liegt bislang keine offizielle Stellungnahme zu der Angelegenheit vor.