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Social Networks
01/18/2013

Larry Page: "Facebook macht schlechten Job"

Der Google-Chef Larry Page glaubt nicht, dass künftig nur ein Unternehmen den Social Web-Bereich dominieren wird. Facebook würde zudem einen wirklich schlechten Job machen, wenn es um Produkte gehe, sagt Page gegenüber "Wired".

Larry Page ist mit Googles sozialem Netzwerk Google+, das im Dezember mehr als 500 Millionen Mitglieder vermeldete, sehr zufrieden. "Es wird von unseren Konkurrenten sehr oft kopiert, also glaube ich, dass wir einen guten Job gemacht haben", sagt der Chef des US-Suchmaschinenkonzerns gegenüber "Wired".

Doch Page gibt auch zu, dass Google vor Google+ Probleme damit gehabt hätte, Nutzern zu ermöglichen, ihre Identität auszudrücken und Informationen miteinander zu teilen. "Facebook ist auf diesem Gebiet stark. Aber sie machen einen richtig schlechten Job bei ihren Produkten", kritisiert Page seinen größten Konkurrenten auf dem Gebiet.

"Gibt nicht nur Platz für ein Unternehmen"
"Wir machen das etwas anders. (..) Ich glaube auch nicht, dass es nur Platz für ein Unternehmen in dem Bereich gibt. Als wir unsere Suchmaschine gestartet haben, haben wir auch immer zu hören bekommen, dass wir verlieren werden, weil es bereits fünf Unternehmen in dem Bereich gibt. Wir haben gesagt: Wir sind ein Suchmaschinen-Unternehmen, aber wir machen es anders."

Page nahm in dem Interview auch allgemein zur Entscheidung Apples, auf den Kartendienst Google Maps zu verzichten, Stellung. Der Google-Chef betonte, dass das Web generell großartig dafür geeignet sei, seine Produkte zu verbreiten. Im Smartphone-Bereich mache man aber einen Schritt zurück, weil es viele verschiedene Plattformen gibt, so Page. "Unternehmen versuchen eine Mauer um ihre Dienste zu bauen. Ich glaube, das sich das auf die Innovationsrate auswirken wird."

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