Digital Life
18.02.2013

Laser entdeckt gefälschten Honig

Ein Messgerät, das eigentlich entwickelt wurde, um Kohlenstoff-Atome in der Marsatmosphäre zu analysieren, wird nun dazu verwendet, um gefälschte Lebensmittel zu erkennen. Als Musterfall gilt falsch deklarierter Honig. Bis zu einem Drittel des in den USA verkauften Honigs ist nämlich keiner.

Dem “Honey laundering”, das seinen Ursprung oft in China hat, soll mit dem “Isotope Ratio-Meter” ein Ende gesetzt werden. Das Gerät wurde am britischen Rutherford Appleton Laboratory (RAL) für die europäische Raumfahrtagentur ESA entwickelt. Es sendet Laserstrahlen aus, die ihre Frequenz laufend verändern. Damit werden Gase bestrahlt. Gibt es einer Übereinstimmung eines darin enthaltenen Atoms, Isotops oder Moleküls, wird das einstrahlende Licht kurzzeitig blockiert, beschreibt Ars Technica den Analyse-Prozess.

Dadurch kann man sowohl die Zusammensetzung von Atmosphären-Bestandteilen, als auch Hinweise auf deren Entstehung herausfiltern. Im Falle von Honig werden einige Milligramm des Produkts verbrannt. Das daraus enstehende Kohlendioxid enthält Informationen über die Bestandteile des Honigs. Besteht dieser aus Zucker, Sirup und Süßstoffen anstatt dem originalen Bienen-Produkt, kann dies leicht festgestellt werden.

Handgerät in PlanungDas RAL will nun zusammen mit dem britischen Unternehmen Protium ein kompaktes Handgerät entwickeln, das zur Feststellung von Lebensmittel-Fälschungen eingesetzt werden kann. “Diese Tests können dabei helfen, die geografische Herkunft von Lebensmittelprodukten und Fälschungen mit hoher Präzision zu identifizieren”, zeigt sich Protium-Direktor David Bell zuversichtlich.

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