Digital Life
07.01.2014

Leibesvisitation bei MediaMarkt-Angestellten in Krems

30 Beschäftigte einer MediaMarkt-Filiale wurden von Detektiven betastet, ihre Taschen kontrolliert. Die Gewerkschaft sieht ihre Menschenwürde verletzt.

In der Kremser Filiale der Elektrohandelskette MediaMarkt sind die rund 30 Beschäftigten laut Gewerkschaft einer Taschenkontrolle sowie Leibesvisitation unterzogen worden. Warum es dazu kam, ist nicht bekannt. Die Gewerkschaft will diesen Fall zum Anlass nehmen, um alle Beschäftigten der Kette in ganz Österreich über ihre Rechte zu informieren.

"Unseren Informationen zufolge mussten sich alle Beschäftigten im Stiegenhaus nicht nur den Einblick in ihre Taschen und Jacken gefallen lassen, sondern wie potenzielle Verbrecher breitbeinig aufstellen und die Hände im Nacken verschränken, um sich von einem Detektiv und seiner Mitarbeiterin überprüfen zu lassen - eine völlig inakzeptable Vorgangsweise, zu der die Geschäftsführung auf keinen Fall berechtigt ist", kritisiert Peter Stattmann, GPA-djp-Regionalgeschäftsführer in Niederösterreich, laut einer Aussendung vom Dienstag.

Taschenkontrollen sind nicht grundsätzlich verboten, sofern es dafür eine Betriebsvereinbarung gibt oder der/die Beschäftigte im Dienstvertrag zugestimmt hat. Leibesvisitationen hingegen verletzen die Menschenwürde, so die Gewerkschaft.
Eine Stellungnahme des Unternehmens gibt es noch nicht.