APA14519892-2 - 08092013 - LINZ - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT KI - Blick auf die Linzer Klangwolke "Bruckner lebt!" am Samstag, 7. September 2013, am Donauufer in Linz. Der oberösterreichische Komponist Anton Bruckner, 1896 gestorben, wurde am Samstag bei der Visualisierten Klangwolke in Linz zum Leben erweckt. Harald Serafin leiht ihm seine Stimme, Parov Stelar transferierte die Musik in die Moderne. Die Besucher durften mittels Handy-App die berühmten Anfangsklänge von Bruckners 4. Symphonie mit ihren Smartphones selbst erklingen lassen.+++ WIR WEISEN AUSDRÜCKLICH DARAUF HIN, DASS EINE VERWENDUNG DES BILDES AUS MEDIEN- UND/ODER URHEBERRECHTLICHEN GRÜNDEN AUSSCHLIESSLICH IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEFÜHRTEN ZWECK ERFOLGEN DARF - VOLLSTÄNDIGE COPYRIGHTNENNUNG VERPFLICHTEND +++ APA-FOTO: CHRISTIAN HERZENBERGER/LIVA

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Ars Electronica
09/07/2014

Linzer Klangwolke als leises Spektakel

Die visualisierte Linzer Klangwolke ist nach verregneten Tagen Samstagabend die einzige Wolke über der Stadt geblieben. 90.000 Besucher sahen live zu.

Dem Titel "Die Donau lebt!" entsprechend war der Fluss heuer Hauptdarsteller, Regisseur Tom Roeder setzte anstelle eines lauten Spektakels auf eine Revue voll betörender Momente.

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Kurz nach 20.30 Uhr ertönten Nebelhörner, das Brucknerhaus verwandelte sich in einen Leuchtturm, die Donau wurde in blaues Licht getaucht. Überdimensional und dennoch unaufdringlich schwamm ein Grammophon über den Strom und spielte einen Walzer, Otto Schenk begann dazu, sich an alte Zeiten zu erinnern: an eine bis heute unerfüllte Liebe, ans fahrende Volk, an ein Leben auf dem Fluss und dann am Meer. Leise und voller Sehnsucht erzählte ein alter Mann eine wundervoll traurige Geschichte. Bombast blieb aus - zumindest bis zum zündenden Schluss.

Musik war zu leise

Den Erzähler begleitend trafen nach und nach Schiffe mit Musikern aus den Donau-Anrainerregionen ein und paarten Traditionelles mit Neuem, das Wasser wurde Bühne, Jahrmarkt, Tanzsalon. Nach einem poetischen Start mit den Frauenstimmen des bulgarischen Eva Quartet, dann so unterschiedliche Acts wie Haydamaky aus der Ukraine mit fetzigem Karpaten-Ska, das Glockenspiel des deutschen Michael Metzler oder das voestalpine-Blasorchester, begleitet von Mundart-Rap. 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs und 25 Jahre nach Fall des Eisernen Vorhangs setzte man auf diese Art der Völkerverständigung und verzichtete dabei auf zentrale Tontechnik am Ufer. Ein mutiger Schritt, der leider nicht ganz aufging: Die Musik war häufig leise, das Publikum manchmal zu laut.

Bedrohliche Hubschrauber

Zum Finale der Donauwalzer, von den Musikern immer wieder anders intoniert, dazu das obligatorische Feuerwerk. Fast war man versucht, sich gegenseitig ein gutes neues Jahr zu wünschen. Plötzlich ein Bruch: Fast bedrohlich und wie eine Mahnung kreisten zwei Hubschrauber über dem Publikum, grelle Scheinwerfer gingen am gegenüberliegenden Ufer an. Letztendlich Aufatmen: Elektronische Klänge tönten aus den Lautsprechern, als würde die Ars Electronica einen Walzer spielen, schließlich verschmolzen alle Künstler im Dreivierteltakt zu einem großen Orchester. "Tanzt! Taaanzt! Tanzt!", lud Otto Schenk, die Besucher ein, noch im Donaupark zu bleiben, um gemeinsam bei Rock, Klassik und Elektro ein Fest zu feiern. Eine Premiere, die in den folgenden Jahren hoffentlich eine Fortsetzung findet.

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