Digital Life
12.03.2014

London testet smarte Fußgängerampeln

Eine neue Technik, die in London ab dem Sommer 2014 getestet wird, adjustiert die Grünphase je nach wartender Menschenmenge.

In London könnte der Verkehrsfluss in Zukunft mit Hilfe von smarten Fußgängerampeln verbessert werden. Wie Bürgermeister Boris Johnson und die Londoner Transportbehörde bekannt geben, wird ab dem Sommer 2014 ein neues System getestet, das sowohl die Sicherheit von Fußgängern verbessern als auch nicht benötigte Ampelschaltungen verhindern soll.

Rücksicht auf Fußgänger und Autofahrer

Das System arbeitet mit Kameras, die erkennen, wie viele Menschen an einem Straßenübergang warten. Je mehr Personen warten, desto länger dauert die Grünphase, um allen Personen eine sichere Querung der Straße zu ermöglichen.

Außerdem beinhaltet das System eine "Call Cancel"-Technologie. Wenn ein Fußgänger etwa den Knopf drückt, um eine Grünphase bei einem Übergang zu erhalten, dann aber die Ampel ignoriert und bei Rot die Straße quert, wird die ursprüngliche Grün-Aufforderung automatisch zurückgesetzt, um den Straßenverkehr nicht unnötig zu blockieren.

Variante eines Verkehrsmanagement-Systems

Die eingesetzte Technologie trägt die Bezeichnung "Pedestrian SCOOT". SCOOT ist ein Verkehrsmanagment-System, das ursprünglich allein für Fahrzeuge konzipiert war. Es erkennt den Verkehrsfluss und schaltet Signale adaptiv, um das Straßennetzwerk möglichst staufrei zu halten. SCOOT wird bereits in Städten wie Peking, Sao Paulo, Toronto oder Santiago de Chile eingesetzt. Der Test von "Pedestrian SCOOT" in London ist der weltweit erste.