Zur mobilen Ansicht wechseln »

Klimaaktiv Maker Challenge: Windrad zum Mitnehmen und ein Akku-Puck.

Ein Savonius-Windrad, mit dem moderne USB-Gadgets geladen werden können, sicher verstaut in einer Tasche
Ein Savonius-Windrad, mit dem moderne USB-Gadgets geladen werden können, sicher verstaut in einer Tasche - Foto: Christoph Tarantl
Die Sieger der zweiten Klimaaktiv Maker Challenge wurden gekürt. Die Reise zur Maker Faire Rom gewinnt ein selbstgebautes Savonius-Windrad.

Ein selbstgebautes tragbares Savonius-Windrad, mit dem man seine USB-Geräte aufladen kann, hat die zum zweiten Mal stattfindende Klimaaktiv Maker-Challenge gewonnen. Der Maker Christoph Tarantl, der als Hauptpreis eine Reise für zwei Personen zur Maker Faire nach Rom erhält, nahm die Auszeichung auf der Maker Faire Vienna entgegen. Die Maker Faire Rom ist das größte Bastler-Festival Europas und wird lediglich von den Originalen in den USA übertroffen.

Die Idee zu dem Selbstbau-Windrad für den Heimgebrauch sei Tarantl gekommen, da er sich immer wieder über die heftigen Winde in Wien geärgert hat und diese effizienter nutzen wollte. Ein Savonius-Windrad setzt auf eine vertikale Achse und kann durch seine Form Wind aus allen Himmelsrichtungen in Energie verwandeln. Als Bauteile kommen unter anderem alte Bauteile eines Rollup-Boards sowie Holz- und Kunststoff-Reste zum Einsatz - ganz im Sinne der Maker-Challenge, die auf der Suche nach nachhaltigen Projekten war.

Durch die modulare Bauweise lässt sich das Windrad auch jederzeit wieder in einer Tasche verstauen und an einem anderen Standort rasch aufbauen. So soll neben der Sonnen- auch die Windkraft künftig genutzt werden, um Gadgets zu laden. Für den Bau des Prototypen waren zumindest zwölf Stunden erforderlich, wobei laut Tarantl auch noch Zeit für Vorbereitungen und Materialsuche dazukommen.

Puck gegen Akku-Verschwendung

Auf dem zweiten Platz landete der „Power Puck“, der von Clemens Mayer entwickelt wurde. Dieses Puck-förmige Gerät   soll vor allem die Verschwendung von Akkus eindämmen. Mit diesem können Akkus leicht auf ihre Funktion getestet und auch in der Hülle als Akkupack weiterverwendet werden. Das Gehäuse besteht vorwiegend aus 3D-gedruckten Bauteilen, wobei hier aber vor allem Elektronik-begabte Maker gefragt sind, da viel Lötarbeit erforderlich ist.

Für seinen zweiten Platz erhält Mayer eine Jahresmitgliedschaft "Large" im Happylab im Wert von Euro 348 Euro. 

Innovatives Energiekonzept

Der dritte Platz geht an das Projekt „Erdkeller“, bei dem  ein Wintergarten so mit Sonnenkollektoren umgebaut werden sollte, dass diese die darunter befindliche Luft erhitzt und damit die Steinwand von innen heraus erwärmt. Dieses Projekt erhielt einen 200-Euro-Gutschein vom Elektronik-Händler Conrad. 

Bauanleitungen zum Download verfügbar

Für die Teilnahme mussten die Bewerber ihre Projekte dokumentieren und als Bauanleitung zur Verfügung stellen. Diese Bauanleitungen stehen ab sofort auch zum Download zur Verfügung und dürfen, frei nach Creative Commons, geteilt, modifiziert und verbessert werden.

Bewertet wurden aber neben der Qualität der Bauanleitung auch die Kreativität der Projektidee, der Lern- und Spaßfaktor beim Selbermachen und die positiven Umwelteffekte der Projektidee. Im Vorjahr gewann das Projekt „EcoPower“, mit dem Gadgets durch Kurbeln aufgeladen werden können.

(futurezone) Erstellt am 20.05.2017, 14:30

Kommentare ()

Einen neuen Kommentar hinzufügen

( Abmelden )

Dein Kommentar

Antworten folgen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?