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Angriff
07/25/2012

Malware spielt AC/DC in iranischen Atomanlagen

Angreifer konnten in den Netzwerken von zwei iranischen Atomanlagen einen Wurm einschleusen, der ähnlich wie Stuxnet arbeitet. Er schaltete unter anderem die Siemens-Steuereinheiten ab und spielte dabei den Titel Thunderstruck von AC/DC auf den Workstations.

Laut dem Antivirenhersteller F-Secure soll eine Schadsoftware an insgesamt zwei iranischen Atomanlagen, ähnlich wie seinerzeit Stuxnet, die Steuereinheiten abgeschalten haben. Das eigentlich Kuriose daran: laut einer Mail eines Mitarbeiters der iranischen Atombehörde AEOI wurde dabei auf einigen Rechnern das Lied Thunderstruck der australischen Rockband AC/DC auf voller Lautstärke abgespielt.

Angriff auf Atomanlagen
Abgesehen von der unerwarteten Rockmusik kamen die Forscher aber auch so nicht zur Ruhe. Den Angreifern gelang es offenbar mit Hilfe der beliebten Sicherheitssoftware Metasploit Zugriff zu den Netzwerken in Natanz sowie Fordo erhalten und dabei die Steuereinheiten der Siemens-Hardware abzuschalten. Weitere Details gab der Wissenschaftler nicht bekannt, auch da er in der Mail zu Bedenken gab, dass er "Wissenschaftler und kein Computerexperte" sei. Auch von F-Secure konnte der Inhalt der Mail nicht vollständig verifiziert werden, die Mail stammt jedoch mit Sicherheit von der iranischen Atombehörde.

Vorläufer Stuxnet
Bereit 2010 sorgte der Wurm Stuxnet für Aufsehen, da er für Angriffe auf Siemens-Hardware konzipiert wurde und diese in vielen Bereichen der Industrie Anwendung finden. Bis heute wird vermutet, dass Stuxnet

der USA und Israel im Cyberkrieg mit dem Iran sein könnte. Hier war der Wurm besonders erfolgreich und konnte unter anderem die Urananreicherung in Natanz deutlich verzögern.

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