Digital Life
06/28/2015

Mann schießt Drohne des Nachbarn mit Schrotflinte ab

In den USA hat ein Mann eine Drohne über dem Grundstück des Nachbarn abgeschossen. Er dachte es wäre eine CIA-Spionageaktion.

Drohnen und deren Einsatz von Privatpersonen sind ein kontroverses Thema, das auch die Populärkultur beschäftigt. So haben etwa die Animationsserie South Park und die Sitcom Modern Family den ferngesteuerten Flugobjekten Episoden gewidmet. Sogar ein Schalldämpferhersteller hat das Thema aufgegriffen und eine Videoreihe gemacht, in der Drohnen mit Schrotflinten abgeschossen werden. Dies dürfte wohl die Inspiration für einen Mann in den USA gewesen sein. Er schoss die Drohne seines Nachbarn mit einer Schrotflinte ab.

Wie Ars Technica berichtet, hat Joe McBay seine Eltern besucht und seine Drohne über deren Obstgarten langsam und mit niedriger Höhe fliegen lassen. Der Nachbar, der bereits früher von seinem Grundstück aus Richtung Obstgarten geschossen hatte, schoss mit einem einzelnen, gezielten Schuss die Drohne aus dem Himmel.

Als Joe die Trümmer aufsammelte, kam ihm der Nachbar mit der Schrotflinte entgegen. Auf die Frage: „Haben sie auf das Ding geschossen?“ antwortet er: „Ja, haben wir es erwischt?“ Als Joe ihm sagte, dass es seine Drohne ist, antwortete der Nachbar: „Ich dachte es wäre ein CIA-Überwachungsgerät.“

„Deine Fakten sind falsch“

Am nächsten Tag tauschten die beiden E-Mails aus. Joe wollte für das Ersetzen der beschädigten Teile seines selbstgebauten Hexacoptors 700 US-Dollar haben. Der Nachbar wollte nur die Hälfte zahlen und sagte, in dieser Gegend sei es nicht üblich, Überwachungsgeräte über Grundstücke anderer fliegen zu lassen. Joe erklärte ihm daraufhin, dass die GPS-Koordinaten der Drohne klar zeigten, dass das Flugobjekt über dem Grundstück seiner Eltern war und das die Drohne nicht einmal eine Kamera montiert hatte. Die Rückmeldung des Nachbarn: „Deine Fakten sind falsch, ich betrachte jetzt die Angelegenheit als erledigt.“

Joe reichte daraufhin Klage ein und bekam 850 US-Dollar Schadensersatz zugesprochen. Der Nachbar ist uneinsichtig und hat bisher nicht gezahlt. Bis Ende Juni hat er dazu noch Zeit, danach kann Joe die Exekution des Urteils einklagen.