Digital Life
16.05.2013

Megaupload-Gründer darf US-Klageschrift sehen

Kim Dotcom, der umstrittene Gründer des Filehosters Megaupload und Mega, darf Einsicht in die volle Anklageschrift der USA gegen ihn fordern. Das entschied das neuseeländische Höchstgericht am Donnerstag in einem Urteil.

Internetunternehmer Kim Dotcom geht in seinem Kampf gegen die Auslieferung an die USA in eine neue Runde: Er darf weiter auf volle Einsicht in die amerikanische Anklageschrift pochen, entschied das oberste Gericht Neuseelands am Donnerstag. Dotcom lebt in Neuseeland. Die USA werfen ihm massive Copyrightverletzungen mit seiner inzwischen geschlossenen Datentauschplattform Megaupload vor. Der gebürtige Kieler weist alle Vorwürfe zurück.

Auslieferung an USA umstritten
Das oberste Gericht ließ die Berufung gegen das Urteil eines niedrigeren Gerichts zu, das Dotcoms Antrag auf Einsicht in die Anklageschrift abgelehnt hatte. Das niedrigere Gericht hatte gemeint, in einem Auslieferungsverfahren reiche eine Zusammenfassung der Anklagepunkte. Das Verfahren sollte im August beginnen, doch rechnen Rechtsexperten mit Verzögerungen. Dotcom war nach der US-Anklage im Jänner 2012 vorübergehend festgenommen und sein Anwesen bei Auckland durchsucht worden.

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