Digital Life
07.02.2012

Megaupload und Heise legen Rechtsstreit bei

Heise behauptete, dass Megaupload Geld an Filesharer bezahle

Der Heise-Verlag kann weiter über Megaupload berichten, wie er es für richtig hält. Nach einem Widerspruch des Verlags gegen eine einstweilige Verfügung einigten sich beide Seiten nach Angaben von heise.de darauf, den Rechtsstreit für erledigt zu erklären. Heise dürfe wieder uneingeschränkt über die inzwischen stillgelegte Internet-Plattform zum Speichern von Daten berichten. Megaupload übernehme die Kosten des Verfahrens, teilte der Verlag nach einer mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht Hamburg mit.

Kein Geld an Filesharer
Das Unternehmen mit Sitz in Hongkong wandte sich vor Gericht gegen die Darstellung, dass Megaupload Geld an Nutzer zahle, die besonders beliebte Dateien auf die Plattform stellten. Dabei ging es um ein zumindest zeitweise betriebenes „Rewards Program“. Ein weiteres Verfahren mit beiden Seiten ist noch in Köln anhängig. Dabei geht es um die Erwähnung des Megaupload-Gründers Kim Dotcom (ehemals Kim Schmitz) in Zusammenhang mit einem Urteil wegen Insiderhandels im Jahr 2002.

Geringstes Problem
Inzwischen hat der Megaupload-Gründer ganz andere Probleme. Er wurde am 19. Januar bei einer Razzia auf seinem Anwesen in Neuseeland verhaftet, zusammen mit drei weiteren Managern. Die USA betreiben die Auslieferung der Beschuldigten und wollen sie unter anderem wegen massiver Urheberrechtsverletzungen vor Gericht stellen. Megaupload ist Internet-Plattform zum Hochladen von Dateien aller Art, die dann über einen einfachen Link heruntergeladen werden können. Inhaber von Urheberrechten seien auf diese Weise um mehr als 500 Millionen Dollar geschädigt worden, erklären die US-Ermittler. Megaupload macht geltend, dass lediglich eine technische Plattform für die Daten bereitgestellt und diese überwiegend für legale Zwecke genutzt worden sei.

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