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08/24/2011

Mehr Privatsphären-Kontrolle für Facebook-Nutzer

Nutzer haben fortan mehr Möglichkeiten und Komfort bei der Entscheidung, wer was von einem zu sehen bekommt. Das weltgrößte Social Network reagiert damit auf Kritik und den bezüglich Privatsphären-Kontrolle gelobten Konkurrenten Google+.

Facebooks Produkt-Chef Chris Cox kündigt in einem Blog-Eintrag die Einführung von zahlreichen Änderungen bei den Privatsphäre-Einstellungen des weltgrößten Social Networks an. Dessen Nutzer sollen damit mehr und einfachere Kontrolle als bisher darüber erhalten, wer was auf ihrem Profil sehen kann. Facebook reagiert damit sowohl auf teilweise lange vorhandene Kritikpunkte, als auch auf den neuen Konkurrenten Google+, dessen Sichtbarkeits-Einstellungen vielerorts gelobt wurden. Facebook nahm bereits bisher immer wieder kleine Veränderungen im Privatsphären-Management vor und bot den Nutzern dabei immer mehr Handlungsfreiheit. Allerdings wurden die Einstellungen dadurch mit der Zeit auch immer komplexer. Mit einigen der aktuellen Neuerungen rückt Facebook etwas näher an Google+, das konsequent darauf ausgerichtet ist, dass man verschiedene Informationen mit unterschiedlichen Bekanntenkreisen teilt. Hier die Änderungen von Facebook im Detail:

- Facebook-Nutzer können fortan leichter festlegen, wer einen neuen Status-Eintrag, eine bestimmte persönliche Information oder ein Foto-Album zu Gesicht bekommt. Ein neuer Button mit Drop-Down-Menü neben Inhaltserstellungs-Bereichen zeigt drei Optionen: Entweder man teilt Informationen mit allen Facebook-Teilnehmern (Die Bezeichnung "Öffentlich" ersetzt "Alle"), mit Freunden oder mit ausgewählten Facebook-Teilnehmern. Die Auswahl lässt sich nachträglich verändern.

- Markierungen müssen in Zukunft vom Nutzer erst bestätigt werden, bevor sie am eigenen Netzwerk-Profil auftauchen. Wird man auf einem Foto oder in einem Pinnwand-Eintrag namentlich ge-"taggt", erscheint dieser Vorschlag auf einer eigenen Seite und verlangt nach Bestätigung. Auf Wunsch können auch einfach alle ausstehenden Bestätigungen erteilt werden. Anders als bisher kann man künftig von jedem Facebook-Nutzer markiert werden, nicht nur von Freunden.

- Will man, dass eine persönliche Markierung entfernt wird, hat man nun mehrere Optionen. Gefällt einem etwa ein Foto nicht, auf dem man markiert wurde, kann man entweder die Foto-Markierung und den eigenen Namen unter dem Foto löschen, oder man löscht nur die Foto-Markierung und belässt den Namen unter dem Bild, oder man schickt eine vorformulierte Nachricht mit der Bitte, das Foto offline zu stellen, an den Foto-Besitzer, oder aber man blockiert gleich den anderen Nutzer und löscht die Markierung.

- Facebook Places wird bald nicht nur Mobil-Nutzern zur Verfügung stehen. Jedes Status-Update, jeder Pinnwand-Eintrag kann dann mit einer Ortsmarkierung versehen werden.

- Damit man im Überblick behält, wer schlussendlich nun was von seinem eigenen Facebook-Profil zu sehen bekommt, erscheint ein neuer "Profil ansehen als..."-Knopf auf der persönlichen Startseite.

Facebook gibt auf einer eigenen Webseite einen Überblick über die neuen Kontroll-Möglichkeiten. Der Netzwerk-Betreiber betont, dass sämtliche Einstellungen jetzt "inline" sind, also inhaltsnah abrufbar. Bisher musste man teilweise in Untermenüs umständlich nach Optionen suchen. Die Änderungen sollten für alle Facebook-Nutzer innerhalb der nächsten paar Tage wirksam werden.

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