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Prism
07/15/2013

Mehrheit der Österreicher will Asyl für Snowden

Laut einer neuen Umfrage würden 53 Prozent der Bevölkerung dem Prism-Aufdecker politisches Asyl gewähren. 86 Prozent hätten sich eine härtere Reaktion der Bundesregierung auf die Überwachungsaffäre gewünscht.

53 Prozent der Österreicher befürworten die Gewährung von politischem Asyl für den US-Aufdecker Edward Snowden. Dies ergibt eine am heutigen Montag veröffentlichte Umfrage des „Humaninstitut Vienna“. Demnach sind 29 Prozent der Befragten gegen Asyl für Snowden in Österreich, 18 Prozent machten keine Angabe. Vor einer Woche hatte eine Umfrage des Instituts OGM im Auftrag der Tageszeitung „Kurier“ noch eine relative Mehrheit von 46 zu 37 Prozent gegen politisches Asyl für Snowden ergeben.

Eine Auslieferung Snowdens an die USA wird nur von acht Prozent der Österreicher befürwortet, 71 Prozent sprachen sich laut „Humaninstitut“ dagegen aus. 64 Prozent der Befragten befürworten das Verhalten des US-Computerspezialisten, der das geheime Internet-Überwachungsprogramm des Geheimdienstes NSA enthüllt hatte. Lediglich 20 Prozent haben eine negative Haltung zu Snowden.

Nicht zufrieden sind die Österreicher mit der Reaktion der Bundesregierung auf die US-Spionageaffäre. 61 Prozent der Befragten qualifizieren sie als „unangemessen“. 86 Prozent der Befragten hätten sich härtere Reaktionen der Regierung auf die Spitzelaffäre erwartet.

Die Überwachung des Internets durch einzelne Staaten finden 22 Prozent richtig, 73 Prozent nicht. Eine relative Mehrheit von 46 Prozent der Befragten gab an, sich persönlich überwacht zu fühlen. 34 Prozent verneinten diese Frage.

Die Umfrage wurde vom 12. bis 15. Juli durchgeführt. Befragt wurden 800 Personen.

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