China
01/11/2012

Microsoft verklagt chinesische Elektronikketten

Der Softwarehersteller aus Redmond ist auf einem Feldzug: nach Comet werden nun auch GOME und Buynow wegen des angeblichen Einsatzes von illegalen Windows-Kopien verklagt

Microsoft macht Ernst und begibt sich nun auf die Jagd nach illegal eingesetzten Windows-Kopien - zumindest im Einzelhandel. Denn nach der britischen Elektronikkette Comet werden nun auch die chinesischen Elektronikhändler GOME und Buynow von Microsoft verklagt. GOME soll, wie auch Clevo, mit seinen PC-Komplettsystemen unerlaubt Windows- und Office-Lizenzen an seine Kunden verkauft haben. Damit verstärkt Microsoft seine Bestrebungen gegen Produktpiraterie in China, das letztes Jahr die USA als größten Markt für PCs überholt hat.

Software ohne Lizenz
Doch neben dem Handel mit PCs boomt dort auch Produktpiraterie - Schätzungen der Business Software Alliance zufolge waren 2010 78 Prozent der verwendeten Software in China Raubkopien. GOME wollte keinen Kommentar zu den Vorwürfen abgeben, Buynow verweist lediglich auf eigene Richtlinien, die den Verkauf von illegalen Kopien verhindern sollen und "bedauerte", dass Microsoft sich zu rechtlichen Schritten entschieden habe. Genauere Angaben über das Ausmaß oder die verkaufte Anzahl von illegalen Kopien wurden nicht gemacht. Microsoft merkte lediglich an, dass zwei Computerhändler, die ihre Filialen in Einkaufszentren von Buynow hatten, definitiv Produkte mit illegaler Microsoft-Software verkauft hätten.