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Festgenommen
06/18/2012

Mit Android-Porno-Virus 200.000 Euro verdient

In Japan wurden sechs Männer verhaftet, die eine vermeintliche Android-Porno-App mit einem Virus im Umlauf gebracht hatten. Anstatt nackter Haut gab es nach dem Installieren alle fünf Minuten eine Aufforderung zu sehen 99.800 Yen zu zahlen. Gleichzeitig wurden Kontaktdaten und Informationen vom Handy gestohlen.

In Japan wurden sechs Männer festgenommen, die mit einem Virus für Android-Smartphones 200.000 Euro eingenommen haben. Zuerst haben die sechs Männer eine Porno-Seite ins Web gestellt und diese mit entsprechenden Videos befüllt. Danach haben sie eine Android-App, zum Betrachten der Videos am Handy, angeboten. Ist die App installiert, gibt es kein einschlägiges Material zu sehen, sondern alle fünf Minuten eine Meldung, die zur Zahlung von 99.800 Yen (1005 Euro) auffordert.

Die App wurde laut der Polizei von Tokio knapp 10.000 mal heruntergeladen. 211 Betroffene zahlten, wodurch die sechs Männer 212.000 Euro einnahmen. Aber auch die, die nicht gezahlt haben, erlitten Schaden. Der Virus übertrug persönliche Informationen und Kontakte. Was die Täter damit gemacht haben oder noch vorhatten, ist nicht bekannt.

Dieser Fall ist laut den Behörden der Erste, der in Japan zu Verhaftungen, wegen eines Smartphone-Virus, führte. Laut der Polizei sind zwei der sechs Männer in leitender Funktion bei High-Tech-Firmen tätig. Der Virenschutz-Anbieter Trend Micro geht davon aus, dass bis Ende des Jahres bis zu 120.000 Android-Apps mit Schadsoftware im Umlauf sein könnten.