Digital Life
14.11.2017

Mit Laserlicht gegen Wackelkontakte

Durch Laser könnten künftig Wackelkontakte in Autos verhindert werden. An der entsprechenden Forschung ist auch die TU Wien beteiligt.

In modernen Autos können mehrere Kilometer Kabel und tausende Steckkontakte verbaut sein. Angesichts der Vibrationen in einem Fahrzeug sind solche Steckverbindungen eine mögliche Fehlerquelle. Deutsche und österreichische Forscher haben nun eine Methode entwickelt, um die Stecker mit Hilfe von Laserlicht rüttelsicher zu machen, berichtete die Technische Universität (TU) Wien in einer Aussendung.

Das Problem ist, dass Steckverbindungen im Auto gleichzeitig zwei schwer vereinbare Anforderungen erfüllen müssen: Einerseits sollten sie durch Vibrationen nicht gelockert werden, andererseits für Reparaturarbeiten mit geringem Kraftaufwand ein- und ausgesteckt werden können.

Tribologie

Die Lösung dafür soll aus der Tribologie kommen, jener Wissenschaftsdisziplin, die sich mit Reibung und Verschleiß beschäftigt. „Wir versehen die Verzinnung auf dem Kupferband mit verschiedenen feinen Mustern, kleiner als die Breite eines menschlichen Haares“, sagte Carsten Gachot vom Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik der TU Wien zur APA. Dies beeinflusse das Reibe- und Verschleißverhalten der Steckverbindungen drastisch.

Auf die Idee, wie man die Muster rasch und kostengünstig herstellen kann, kamen die TU-Forscher in Kooperation mit der Universität des Saarlandes und der TU Dresden: Mit Hilfe von Laserlicht lassen sich leicht und in kurzer Zeit unterschiedliche Mikro- und Nanostrukturen auf den Steckern erzeugen.

Damit könne man „innerhalb von 40 Sekunden die Strukturierung für alle Steckkontakte eines ganzen Autos durchführen - für Zusatzkosten von 21 Cent pro Auto“, so Gachot. Die Forscher sind bereits mit einem Unternehmen in Deutschland, das solche Steckverbindungen herstellt, in Kontakt.