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Digital Life
04/10/2016

MKV löst MP4 als "offizielles" Piraterie-Format ab

Seit diesem Wochenende gelten in Filmpiraterie-Kreisen neue Regeln. In den wichtigsten geschlossenen Gruppen einigte man sich auf das MKV-Containerformat auch für SD-Videos.

MP4 als wichtigstes Format für SD-Versionen von illegal geteilten Fernsehserien hat ausgedient. Wie die tonangebenden Gruppen der Filmpiraterie-Szene in zwei neuen Dokumenten zur Verbreitung von HD- und SD-Content festhalten, sollen nun auch die weniger hochauflösenden Files von Filmen und Serien (SD) nur mehr im Matroska-Container zur Verfügung gestellt werden. MP4 als Format hat damit ausgedient, wer mit .mkv nichts anfangen kann, könne immer noch mit einfachen Tools konvertieren, wird in dem Dokument laut Torrentfreak argumentiert.

Nach AVI und MP4 nun MKV

Da der Großteil der Releases früher oder später auf den bekannten BitTorrent- und anderen Filesharing-Plattformen landet, sind praktisch alle User, die illegal auf Serien und Filme im Netz zugreifen, von der Maßnahme betroffen. Laut Torrentfreak sei der Umstieg auf .mkv schon von vielen Usern bemerkt und nicht immer freundlich goutiert worden. Viele würden sich fragen, warum seit kurzem plötzlich alles Files nur mehr im Matroska-Containerformat zur Verfügung gestellt werden und man überhaupt etwas, was gut funktionierte ändern müsse.

Schon 2012 gab es viel Unmut darüber, dass das SD-Format von .AVI auf MP4 umgestellt wurde. Bei der Umstellung auf MKV sollte es nun aber weniger Probleme geben, da das Container-Format im HD-Film- und -Serien bereich bereits längst etabliert ist und auch von den meisten Videoplayern unterstützt wird. Als Ausnahme gilt wieder einmal Apple, das MKV trotz der enormen Popularität in iTunes und somit auch auf Apple TV und in der Standard-Video-App für iPhone und iPad nicht unterstützt.