Digital Life
25.06.2013

Mobilfunker senken ab Juli Roaming-Tarife

Auf Druck der EU müssen die österreichischen Mobilfunkbetreiber die Roaming-Tarife ab Juli senken. Wer im EU-Ausland telefoniert, zahlt maximal zu 28,8 Cent pro Minute. In EU-Ländern kostet ein Megabyte Daten-Roaming maximal 54 Cent.

Auf Druck der EU müssen die Mobilfunker ihre Roaming-Tarife ab Juli weiter senken. Telefonieren wird um bis zu 17 Prozent billiger, Internet-Surfen um mehr als ein Drittel. Dass die Preissenkung nur äußerst widerwillig erfolgt, hat ein Arbeiterkammer-Vergleich ergeben - demnach nützen A1, Bob, T-Mobile, Orange, Tele.Ring, Drei, Yesss, Ge-org und Spar (S-Budget) die zulässigen Höchstpreise voll aus.

Wer im Urlaub im EU-Ausland am Handy angerufen wird, dem darf sein Mobilfunk-Anbieter dafür ab Juli höchstens 8,4 Cent pro Minute verrechnet - bisher waren es 9,6 Cent. Wer selbst nach Hause telefoniert, bezahlt dafür bis zu 28,8 Cent (bisher 34,8 Cent). Im Vergleich zum Vorjahr kommt man nun also um 12 Prozent günstiger weg, wenn man angerufen wird, und um bis zu 17 Prozent spart man sich, wenn man selbst anruft. Die SMS-Preise fallen von 10,8 Cent auf 9,6 Cent pro SMS.

Im Nicht-EU-Land Türkei gibt es laut AK-Test nach wie vor große Preisunterschiede. Der Anruf nach Hause findet sich mit 28,8 Cent bis 2,50 Euro pro Minute auf der Handyrechnung wieder. Passiv-Gespräche kosten zwischen 8,4 Cent und 1,25 Euro.

Der Höchstpreis fürs Internetsurfen beträgt ab Juli in den EU-Ländern maximal 54 Cent pro Megabyte. „Für die Konsumenten ist das eine Kostenersparnis bis zu 36 Prozent gegenüber 2012", sagte AK-Konsumentenschützerin Daniela Zimmer am Dienstag laut Aussendung. Billig ist das aber noch lange nicht: Schon 30 Fotos oder ein fünfminütiges Video in guter Qualität braucht 100 MB und kostet somit 54 Euro, warnt Zimmer. Im Nicht-EU-Urlaubsland Türkei kann das Megabyte Daten bis zu 21 Euro kosten.

Für die Mobilfunker machen die Roaming-Erlöse einen beträchtlichen Anteil der Gesamtumsätze aus - bei „Drei" ist es ein zweistelliger Prozentanteil, wie „Drei"-Chef Jan Trionow heute erklärte.

 

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