Digital Life
29.10.2013

Mozilla sammelt Ortsinformationen per Crowdsourcing

Um den Aufenthaltsort ohne GPS feststellen zu können, wird das Crowdsourcing-Projekt "Mozilla Location Service" gestartet. Mit einer Android-App kann man Daten liefern.

Mozilla Location Service ist ein experimentelles Projekt, schreibt Mozilla auf seinem Unternehmensblog. Mittels Mobilfunksenderdaten und öffentlich verfügbaren WLAN-Netzen soll eine Weltkarte erschaffen werden, die es ermöglicht, den eigenen Standort ohne GPS-Hilfe festzustellen. Das soll vor allem Besitzern von Geräten ohne GPS-Modul, etwa Laptops zugute kommen, aber auch dabei helfen, in Gebieten mit schwachem GPS-Empfang den eigenen Standort übermitteln zu können.

Um beim allgemeinen Datensammeln mitzumachen, benötigt man die Android-App MozStumbler, die als Gratis-Download verfügbar ist und das Füllen von Ortsinformations-Lücken auf einer Weltkarte zum Spiel macht. Wer mitmacht, kann ein weltweites Leaderboard stürmen, daneben besteht aber auch die Möglichkeit, anonym zu bleiben. Mozilla betont, die gesammelten Ortsdaten mit Rücksicht auf die persönliche Privatsphäre zu behandeln.

Als Beweggrund für die Geodaten-Sammlerei gibt Mozilla an, einen öffentlichen Dienst für einen "maßgeblichen Teil eines mobilen Ökosystems" schaffen zu wollen. Während es bereits mehrere entsprechende kommerzielle Dienste gebe, wolle man ein kostenlos verfügbares Angebot errichten. Obwohl es sich bei Location Service noch um ein Pilotprojekt handle, seien schnelle Fortschritte zu verzeichnen. Einen vollständigen Dienst will Mozilla "bald" anbieten.