Digital Life
10.06.2011

Musikindustrie: Kein iTunes in iCloud vor 2012

Mit der von Steve Jobs angekündigten iCloud landet erstmals auch iTunes in der Wolke. Doch der Musikdienst wird es wohl erst im nächsten Jahr in Europa in die Cloud schaffen. Zu diesem Schluss kommen Vertreter der britischen Musikindustrie. Die Gespräche betreffend Rechte- und Lizenzverwertung würden sich noch in einem sehr frühen Stadium befinden.

Wie der Telegraph berichtet, geht die britische Musikindustrie von Anfang 2012 als frühestem Starttermin des angekündigten Musikservices bei iCloud in Großbritannien aus. Da Großbritannien in der Vergangenheit immer zu den ersten europäischen Ländern zählte, in denen Apple seine US-Strategie umsetzte, kann davon ausgegangen werden, dass auch andere europäische Länder wie Österreich auf iTunes in der Wolke zunächst verzichten müssen. Die restlichen Apple-Services in iCloud sollen nicht betroffen sein.

iCloud in den USA ab September
In den USA wird der Dienst bereits im September

. Ab dann können User um einen Jahresbetrag von 24,99 Dollar auf ihre gesamte iTunes-Bibliothek über iCloud zugreifen, ohne diese mühselig in die Cloud geladen zu haben. Dies wird durch einen Abgleich der persönlichen iTunes-Datenbank mit dem iTunes-Store bewerkstelligt. Apple hat angekündigt, dass nur Files mit guter Qualität angeboten werden, ungeachtet des Ausgangsmaterials in der eigenen iTunes-Bibliothek.

Ob auch die von Apple angekündigte Funktion, gekaufte Titel automatisch auf mehrere Geräte auszuliefern, von der Einigung mit den großen Plattenlabels betroffen ist, bleibt abzuwarten. Über iCloud sollen gekaufte Musik-Files zukünftig automatisch auf mehrere Apple-Geräte und die iTunes-Bibliothek am Computer ausgeliefert werden.

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