Digital Life
26.02.2013

Musikindustrie wächst erstmals seit 1999 wieder

Laut einer neuen Studie der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) setzten Musiklabels im Jahr 2012 weltweit 16,5 Milliarden Dollar. Nach einem jahrelangen Niedergang geht es mit plus 0,3 Prozent gegenüber 2011 erstmals wieder aufwärts. Digitale Downloads sind der Grund dafür.

Während die globalen CD-Verkäufe weiterhin zurückgehen, wächst die digitale Musiksparte um 9 Prozent, besagt der jährliche Digital Music Report der IFPI. Zur Sparte zählen kostenpflichtige Downloads, Abonnements und werbefinanzierte Wiedergabe. "Es ist klar, dass die globale Plattenindustrie 2012 auf den Weg der Erholung eingeschwenkt ist", sagt IFPI-Chef Frances Moore gegenüber der New York Times. "Es liegt eine fühlbare Energie in der Luft, die ich lange Zeit nicht gespürt habe."

"Am Beginn der digitalen Revolution war es üblich zu sagen, dass Digital die Musikindustrie umbringt. In Wirklichkeit rettet Digital die Musikindustrie", kommentiert Sony Music Entertainment CEO Edgar Berger. Mit insgesamt 16,5 Milliarden Dollar Einnahmen ist man allerdings noch weit von 38 Milliarden Dollar entfernt - so viel war es 1999.

Doch der digitale Musikmarkt breitet sich rasant aus. Wie die IFPI beschreibt, waren die wichtigsten internationalen Download- und Abo-Dienste 2011 in 23 Ländern präsent. 2013 sind sie in über 100 Ländern aktiv.

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