Drogen (Symbolfoto)

© LPD Wien

Anklage
10/11/2016

Mutmaßliche deutsche Online-Drogenhändler vor Gericht

Ein halbes Jahr nach der Zerschlagung von Deutschlands bisher größtem Internetshop für Drogen ist gegen sechs Verdächtige Anklage erhoben worden.

Zu den Angeklagten gehört auch ein ehemaliger Stuttgarter Fußballprofi, wie die Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mitteilte. Die mutmaßliche Bande soll seit Mai 2015 zentnerweise Drogen aller Art sowohl im offenen Internet als auch im sogenannten Darknet unter dem Namen „Chemical Love“ angeboten haben. Die Einnahmen mit der Cyber-Währung Bitcoin hätten sich auf umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro belaufen.

Die Drogen wie Kokain, Crystal Meth, Ecstasy, LSD und Haschisch wurden nach Angaben der rheinland-pfälzischen LZC mit einzelnen Bildchen angeboten und konnten bequem per Mausklick bestellt werden. Die Angeschuldigten im Alter zwischen 23 und 61 Jahren hätten das Rauschgift in den Niederlanden gekauft, in einem Keller im pfälzischen Rülzheim gebunkert und per Postversand verschickt. Ein Prozess würde daher auch im nahen Landau stattfinden, wenn das dortige Landgericht dem zustimme. Zwei der mutmaßlichen Drogendealer zeigten sich laut LZC im Wesentlichen geständig.