Bei der CharlieCharlieChallenge wird ein Dämon beschworen, um Wahrheiten zu erfahren

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Digital Life
05/27/2015

Neuer Internet-Hype rund um dämonische Vorhersagen

Bei der so genannten "CharlieCharlieChallenge" soll man Ja-Nein-Antworten von Bleistiften erhalten. Die angebliche Herkunft aus Mexiko wird bezweifelt.

​Unter dem Hashtag #CharlieCharlieChallenge macht ein mystisches Spiel gerade in vielen Social Networks seine Runden. Zwei Bleistifte werden dabei kreuzweise übereinander gelegt, daneben zwei Antwortoptionen (meistens Ja - Nein) auf ein Stück Papier gezeichnet. Mit der laut gestellten Frage "Charlie Charlie, are you there?" soll sich der obere Bleistift in Richtung einer der Antwortoptionen in Bewegung setzen.

Wie Gizmodo berichtet, geht es nun in Folge darum, einen eigenen Anfall aufgrund der Unheimlichkeit sich bewegender Objekte zu dokumentieren und online zu verbreiten. Laut der BBC hat das Spiel schnelle Bekanntheit erlangt, nachdem zahlreiche Social-Media-Promis an der CharlieCharlieChallenge teilgenommen haben.

Mexikanisches Ritual?

Zurückgeführt wird die leichtgemachte Dämonenbeschwörung auf ein mexikanisches Ritual. Die Herkunft wird jedoch stark bezweifelt. "Mexikanische Dämonen sind üblicherwiese amerikanische Erfindungen", sagt BBC-Journalistin Maria Elena Navez. Ein Ritual als mexikanische Tradition zu bezeichnen, entstamme wohl dem Bedürfnis, ihm Bedeutung zu verleihen.

Wie Gizmodo schreibt, können die Wurzeln des aktuellen Spiels wohl eher im Internet gesucht werden. Die frühesten Erwähnungen von CharlieCharlie wurden in Postings aus dem Jahr 2008 gefunden.