Bei ICE X wird der gesamte Superrechner in die Flüssigkeit Novec gestellt

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Digital Life
04/09/2014

Neuer Supercomputer ist in Flüssigkeit getaucht

Um Platz und Kosten für die Kühlung zu sparen, wird ein Modell-Supercomputer in eine Flüssigkeit getaucht, die bisher als Löschmittel für Elektronik bekannt war.

Wie ZDNet berichtet, wollen der Chiphersteller Intel, der Supercomputer-Produzent SGI und der Mischkonzern 3M eine neue Maschine testen, der als Prototyp für eine neue Supercomputer-Generation dienen soll. Der "ICE X" soll vollständig in die Flüssigkeit Novec getaucht werden. Das von 3M entwickelte Novec hat bisher als Löschmittel für elektronische Geräte Bekanntheit erlangt.

ICE X soll zehn Mal weniger Platz als bisherige Supercomputer benötigen. Vor allem der Wegfall der Luftkühlungs-Infrastruktur bringt Platzeinsparungen. Im April soll der Modell-Supercomputer durch die Forschungseinrichtungen Naval Research Laboratory und Lawrence Berkeley National Labs, sowie das Privatunternehmen und APC by Schneider Electric getestet und evaluiert werden.

Sollte die von Intel, SGI und 3M initiierte Flüssigkeits-Kühlung für Supercomputer Erfolg haben, könnte diese Form der Systemarchitektur durch ihre verbesserte Ökonomie rasch ältere Bauweisen ersetzen.