WhatsApp bedient sich an den Daten

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Digital Life
09/15/2016

WhatsApp-Kettenbrief droht mit Löschung von Konto

Eine Nachricht, die derzeit viele WhatsApp-Nutzer bekommen, verkündet, dass die App kostenpflichtig werde, außer man sendet den Brief an zehn weitere Personen.

"DIESMAL KEIN FAKE STEHT AUCH IN FACEBOOK DRIN!!!!!" - heißt es in einem Schreiben, das derzeit auf WhatsApp die Runde macht. Es behauptet, dass der Messaging-Dienst, der zu Facebook gehört, bald kostenpflichtig werde. Verbreitet man die Nachricht nicht, so werde das Konto des Benutzers gelöscht. Weiter erklärt das vermeintliche „Facebook-Team“ in der Nachricht, dass das Unternehmen die Nummern aller WhatsApp-User „rauskopiert“ hat. So soll es kontrollieren können, ob man wirklich zehn weitere Personen mit der Botschaft beglückt hat.

Das ist natürlich nicht wahr. WhatsApp hat keine Pläne, ihr Geschäftsmodell zu ändern. Es stimmt zwar, dass Facebook vor kurzem begonnen hat, Daten von WhatsApp-Nutzern in die eigenen Datenbänke aufzunehmen, das lässt sich aber leicht verhindern, wie die futurezone erklärt hat. Nachdem Facebook den Messenger-Dienst 2014 gekauft hat, gab es immer wieder Fälle von mehr oder weniger absurden Nachrichten, die verlangten, dass man sie weiterleitete. Erst vor kurzem wurde vor „WhatsApp Gold“ gewarnt. Ähnlich lästig und genauso unwirksam waren die vielen Facebook-Posts, die den AGB der Plattform widersprechen sollten, um die Richtlinien von Facebook zu umgehen.