Digital Life
14.08.2013

Neuseeland erlaubt Jetpack-Testflüge

Dem Unternehmen Martin Aircraft wurden bemannte Testflüge über unbewohntem Gebiet bewilligt. Die ersten Jetpack-Modelle sollen 2014 an Militär und Einsatzkräfte ausgeliefert werden. 2015 soll das erste Produkt für Privatpersonen an den Start gehen.

"Für uns ist das ein wichtiger Schritt heraus aus einem Traum und hinein in etwas, das wir schnell vorwärts bringen und vermarkten können", meint Martin Aircraft CEO Peter Coker gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Entwicklung des Jetpacks aus Neuseeland hatte Firmengründer Glenn Martin vor über 30 Jahren begonnen. Die Idee war, ein Jetpack zu kreieren, das Personen ohne spezielle Pilotenausbildung benutzen können.

Das Design des Martin-Jetpacks besteht aus zwei umrahmten Rotoren, die seitlich an einem Karbonkörper angebracht sind, den sich der Benutzer an den Rücken schnallt. Das Fluggerät steht allerdings auf einen Beinen. Bei einem Gewicht von 181 Kilogramm ist das unumgänglich. Das Jetpack ist 2,1 Meter hoch. Wie Vice berichtet, kann das Jetpack bis zu 100 km/h schnell fliegen, und das bis zu 30 Minuten lang. Bei unbemannten Testflügen ist eine maximale Flughöhe von 1.500 Meter erreicht worden. Für Notfälle ist auch ein Fallschirm eingebaut.

Bei den nun genehmigten Testflügen darf der Pilot auf maximal sechs Meter Höhe über Boden beziehungsweise 7,6 Meter Höhe über Wasser steigen.

Während bei früheren Versionen des Jetpacks die Rotoren an einer relativ hoch gelegenen Achse angebracht waren, wurden sie beim neuesten Prototyp abgesenkt. "Das Resultat war ein Quantensprung bei der Leistung", meint CEO Coker. Staatliche Institutionen sollen das Jetpack ab 2014 erwerben können. Der Kaufpreis soll umgerechnet zwischen 113.000 und 188.000 Euro betragen.

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