Digital Life
05.04.2011

New York City setzt auf Open Data

Findige Programmierer haben aus einer Ansammlung von öffentlichen Daten innovative IT-Projekte entwickelt

Die Stadt New York City sitzt auf einer Vielzahl an gesammelten, aber ungenutzen Datensammlungen des öffentlichen Lebens. Um Gebrauch davon zu machen, stellte die Stadt über 350 Sets an Technik-Unternehmen bereit. Die Firmen sollen kreative Einsatzzwecke  finden. Es haben sich über 50 Entwicklerteams an dem Ideenwettbewerb beteiligt und Ergebnisse präsentiert.

So ist es etwa mit Sportaneous möglich, laufende Basketball-, Fußball-, oder andere Sportmatches in der eigene Umgebung zu finden um etwa teilzunehmen. Das Projekt DontEatAt warnt etwa beim Foursquare-Checkin, ob das jeweilige Restaurant mit den Gesundheitsauflagen der Stadt zu kämpfen hat.

Roadify als Hauptgewinner
Als Hauptpreis war ein Betrag von 10.000 US-Dollar ausgeschrieben, den die App Roadify gewinnen konnte. Mit der Applikation können Echtzeitinfos über Parkplätze oder öffentliche Verkehrsmittel in der näheren Umgebung abgerufen oder auch eingetragen werden. In der Jury für den Preis saßen dieses Jahr etwa Twitter-Urgestein Jack Dorsay und Foursquare-Mitbegründer Naveen Selvadurai.

Die Entwickler von MyCityWay, dem letztjährigen Sieger, konnten durch die gewonnene Aufmerksamkeit die Arbeit an dem Projekt sogar zu ihrem Hauptberuf machen.

Die Ideen könnten jedoch nicht nur für New York City eine Bereicherung darstellen. David Mahfouda, der beim Start-up „Wheels“ mitarbeitete, meint etwa, dass die Erfahrungen in New York in viele Städte der Welt transportiert werden können.