Digital Life
15.09.2013

New York scannt auch im Stadtgebiet nach Maut-Pässe

Die RFID-Chips für schnelles Bezahlen an Mautstellen werden ohne Wissen der Autofahrer im gesamten Stadtgebiet gescannt. Die Daten dienen der Analyse des Verkehrs.

Eigentlich dient der E-Zpass in New York lediglich dazu, bequem und schnell bei Mautstellen zu zahlen. Der funkende RFID-Chip identifiziert das Auto und bucht den Betrag vom hinterlegten Konto ab. Wie ein Hacker nun festgestellt hat, funkt der RFID-Chip auch abseits der Mautstellen. Er modifizierte seinen E-Zpass so, dass das Gerät jedes Mal akustisch und visuell signalisierte, wenn es gescannt wurde. Bei mehreren Fahrten durch New York City zeigte sich dabei, dass der RFID-Chip regelmäßig im Stadtgebiet angepeilt und sein Auto so verfolgt wurde, berichtet Forbes.

System wird ausgeweitet

Auf Nachfrage stellte sich dabei heraus, dass das Scannen im Stadtgebiet Teil des Programms Midtown in Motion ist. Dabei werden so viele Daten von Sensoren wie möglich gesammelt, um Verkehrsströme zu analysieren. Auch die Maut-Pässe werden erfasst. Ein Behördensprecher gab an, dass dies seit über zwei Jahren passiere. Was genau erfasst wird und wie lange es gespeichert wird, wurde nicht bekannt gegeben. Forbes gegenüber versicherte der Hersteller des E-Zpass, dass die IDs anonymisiert werden. Auch gab er an, dass das Scanner-System weiter ausgebaut werde.

In den Nutzungsbedienungen und auf der Webseite des Maut-System wird die Datenerfassung abseits der Mautstellen nicht erwähnt.