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Betrug
02/21/2012

Niederlande: 1,7 Millionen mit falscher App

Ein älteres Paar aus den Niederlanden soll tausenden Leuten Geld für eine nicht bestellte App abgebucht haben. Sehr viele der Opfer besaßen noch nicht einmal ein Smartphone.

Rund 1,7 Millionen Euro waren auf dem Konto eines Paars, das mehrere tausend Bankkunden mit Lastschriften für eine nicht bestellte Software betrogen haben soll. Die Polizei ermittle seit Freitag gegen einen 62-Jährigen aus Rotterdam und eine 65 Jahre alte Frau aus Amsterdam, sagte am Dienstag ein Polizeisprecher in Lingen im Emsland. Beide stehen im Verdacht, von Konten im gesamten Bundesgebiet jeweils 19,95 Euro abgebucht zu haben. Das Geld soll für eine App geflossen sein, die die Betroffenen nicht bestellt hatten. Manche der Betrogenen besitzen noch nicht einmal ein Smartphone für die Nutzung der App.

Rückbuchungen noch möglich
Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat das Konto der beiden Niederländer beschlagnahmen lassen. Darauf sei zunächst noch ein Guthaben von 1,7 Millionen Euro gewesen. Angesichts der bereits erfolgten Rückbuchungen sei der Kontostand aber spürbar nach unten gegangen, sagte van Remmerden. Rückbuchungen der unberechtigten Lastschriften seien 13 Monate lang möglich. Geschädigte könnten auf eine einfache Erstattung ihres Schadens hoffen. Jeder Betroffene könne bei seinem Geldinstitut um eine Korrektur der Abbuchung bitten, sagte Polizeisprecher Achim van Remmerden.

Rund 85.000 Geschädigte
Wie viele Bankkunden betroffen seien, wüssten die Beamten noch nicht. Rein rechnerisch könnten es bei 1,7 Millionen Euro rund 85 000 Geschädigte sein. „Wir wissen aber aus Internet-Foren, dass teilweise von denselben Konten mehrfach Geld abgebucht worden ist.“ Noch nicht bekannt sei, wie die mutmaßlichen Täter an die Kontodaten ihrer Opfer gekommen seien.

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