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Open Source

NSA schreibt Code für Android

Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte eine Google-Sprecherin, dass das Unternehmen der Implentierung von Programmbestandteilen, die von Entwicklern der NSA stammen, zugestimmt habe. Der Code für das mobile Betriebssystem und Listen von Mitwirkenden seien unter source.android.com öffentlich verfügbar und könnten von jedem eingesehen werden, so die Sprecherin.

"Sicherheitsverbesserungen für Android"
Google hat laut der Nachrichtenagentur der Eingliederung von NSA-Code in sein Open-Source Android-Projekt erstmals 2011 zugestimmt den von der NSA erstellten Code in zukünftige Versionen des Betriebssystems zu integrieren. Nach Angaben einer NSA-Sprecherin handelt es sich bei den von Geheimdienstmitarbeitern erstellten Programmteilen um Sicherheitsverbesserungen von Android.

Damit würden Anwendungen isoliert, um den Zugriff auf persönliche Daten zu unterbinden. Ziel sei es die Sicherheit mobiler Geräte zu erhöhen, sagte ein NSA-Mitarbeiter der Nachrichtenagentur. Ob die Mitarbeit der NSA Teil des umstrittenen Überwachungsprogramms PRISM sei, wollte eine NSA-Sprecherin nicht sagen. Auch sie verwies darauf, dass der Code öffentlich einsehbar sei.

"Früher oder später auf allen Android-Geräten"
Laut Bloomberg wurde der Großteil der NSA-Beiträge zu Android in der jüngsten Version des Betriebssystems integriert und würden sich etwa auf neueren Geräten von Sony, Samsung oder HTC befinden. Früher oder später würden alle auf Android basierenden Geräte den Code beinhalten, hieß es seitens der NSA.

Das NSA-intern "Security Enhancement for Android" bekannte Projekt ist laut Bloomberg ein Ableger des bereits seit längerem laufenden NSA-Initiative Security-Enhanced Linux. Code aus dem Projekt wurde bereits vor mehr als einem Jahrzehnt in die Open-Source-Software integriert, die auch auf Server-Plattformen der Internet-Größen Google, Facebook und Yahoo läuft. Jeff Zemlin, Direktor der Linux Foundation, sagte gegenüber Bloomberg, dass mit dem NSA-Code keine Möglichkeiten zur Überwachung in das Betriebssystem eingeschleust worden seien. Der Code sei von zahlreichen Entwicklern überprüft worden, so Zemlin.

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