Für White Hat Hacking sollten die Anreize massiv erhöht werden

© AP/Cassandra Vinograd

Wettbewerb
10/23/2015

OeSD Hacking Challenge ging in Hagenberg über die Bühne

Die Österreichische Staatsdruckerei hat auf der Karrieremesse des Campus Hagenberg der FH OÖ eine Hacking Challenge veranstaltet um junge IT-Talente zu finden.

Auf der Karrieremesse FH>>next am Campus Hagenberg der FH Oberösterreich hat die Österreichische Staatsdruckerei (OeSD) bereits zum vierten Mal in Folge eine Hacking Challenge veranstaltet. "Ziel der Hacking Challenge ist es, einerseits an die besten der besten IT-Talente zu kommen und andererseits wollen wir damit die OeSD als attraktiven Arbeitgeber im Bereich der IT-Sicherheit positionieren", sagt Lukas Praml, Geschäftsführer der OeSD.

Um die Aufgaben bei der Hacking Challenge erfolgreich zu bewältigen, war nicht nur rein technisches Wissen nötig. Von den Teilnehmern wurde auch verlangt, dass sie "um die Ecke denken" und kombinieren können, wie Stefan Vogl von der Staatsdruckerei erklärt: "In den vergangenen Jahren lag der Fokus der Aufgaben auf Netzwerk-Sicherheit. Dieses Jahr dreht sich alles um Software- und Mobile-Security." So mussten die Teilnehmer Fehler in einer Software sowie Schwachstellen auf einem Android-Devices finden, um an einen PIN-Code für ein Zutrittsmanagementsystem zu kommen.

Hacking Challenge

Hacking Challenge

Hacking Challenge

Am schnellsten konnte diese Aufgaben Stefan Kettlgruber lösen. Ebenso zu den Gewinnern zählen Stefan Jäger, Tomasz Haberny, Klaus Ammerstorfer sowie Daniel Zwirzitz, der bereits im Vorjahr zu den Siegern gehörte. Kommende Woche am 28.10. geht die Hacking Challenge der OeSD dann auf der Jobmesse der FH St. Pölten in die nächste Runde.

OeSD als Technologieunternehmen

Anders als der Name suggeriert, hat die Staatsdruckerei heutzutage mit einer Druckerei nicht mehr viel gemein. Zwar ist das Drucken von Reisepässen immer noch ein wesentliches Standbein, doch Aspekte wie die digitale Identität werden immer wichtiger, erklärt Praml: "Cyberkriminalität entwickelt sich zur massiven Bedrohung für unsere Freiheit und Sicherheit. Der massenhafte Identitätsdiebstahl zeigt, dass sichere Identität in der digitalen Welt nicht weniger wichtig ist als im physischen Raum."

Beispielsweise entwickelt die OeSD im Rahmen der internationalen FIDO-Alliance (Fast IDentity Online) in Kooperation mit namhaften Unternehmen wie Google, Intel oder Microsoft Alternativen zum herkömmlichen Passwort. So sollen etwa biometrische und andere Verfahren zusätzlich zum Passwort eingesetzt werden. Darüber hinaus soll Authentifizierung auf asymmetrischer Verschlüsselung basieren.

Ziel der FIDO-Allianz ist es, dass Online-Authentifizierung sicher, aber trotzdem schnell und einfach möglich ist. "Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass Authentifizierungs-Verfahren zusätzlich zum Passwort eingesetzt werden. Damit kann das gefährliche Phishing persönlicher Nutzer-Daten verhindert werden", erklärt Praml.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit der Österreichischen Staatsdruckerei.