Digital Life
04/17/2012

Online-Drogenhändler trotz TOR aufgespürt

Anonymisierungs-Netzwerk schützte Betreiber von Online-Drogenmarkt nicht.

US-Behörden ist ein Schlag gegen einen Online-Drogenmarkt gelungen, der das TOR Anonymisierungs-Netzwerk zur Verschleierung benutzt hatte. Auf der Webseite "The Farmer’s Market" wurden laut Anklage LSD, Ecstasy und andere verbotene Substanzen verkauft. Der Dienst bot verschiedene Zahlungsmöglichkeiten an, darunter PayPal und Western Union. Tausende registrierte Nutzer stammen aus 34 unterschiedlichen Ländern. Vom Jänner 2007 bis Oktober 2009 gingen über 5.000 Bestellungen bei "The Farmer’s Market" ein - geschätzter Wert der Waren: 1,04 Millionen US-Dollar (792.000 Euro).

Wie ArsTechnica berichtet, wurden sechs Männer im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen. Der Kopf der Truppe stammt offenbar aus Holland und wurde dort verhaftet. Ein weiterer Mann wurde in Kolumbien festgenommen, der Rest in den USA.

Wie es den Behörden gelingen konnte, die Aktivitäten der Online-Drogenhändler auf spezifische IP-Adressen und dazugehörige Namen einzuschränken, erscheint rätselhaft. Das TOR-Netzwerk soll genau das verhindern. Die US-Behörden sind allerdings im Besitz des E-Mail-Verkehrs der Verdächtigen bis zurück in das Jahr 2006. Die Ermittlungen in dem Fall nahmen allerdings zwei Jahre in Anspruch. Geführt wurde die Operation "Adam Bomb" von der Anti-Drogen-Einheit DEA.