Digital Life
10.08.2016

OpenStreetMap-Karte für Videoüberwachung

Die Überwacher überwachen – das macht jetzt ein neues Kartografierungsprojekt auf OpenStreetMap-Basis.

„Surveillance under Surveillance“ heißt das Projekt von Max Kamba, den es stört, dass die Zahl der Videoüberwachungskameras seit Jahren kontinuierlich ansteigt. Deshalb hat er ein Kartografierungsprojekt auf OpenStreetMap-Basis gestartet, in dem jeder, der einen OpenStreetMap-Account hat, Überwachungskameras einzeichnen kann. Werden soll daraus eine Weltkarte der Videoüberwachung.

OpenStreetMap ist eines der erfolgreichsten Crowsourcing-Projekte abseits von Wikipedia und wird deshalb gerne als das „Wikipedia der Karten“ bezeichnet. Jeder kann mitmachen.

Genauere Ausrichtung

Auf der „Surveillance under Surveillance“-Karte gibt es die Möglichkeit, verschiedene Angaben zu den Überwachungskameras zu machen. Einerseits kann man definieren, ob es sich um eine klassische Kamera handelt, oder um eine Dome-Kamera, die rundherum filmen kann. Auch ob sich die Kamera drin, draußen oder auf einem öffentlichen Platz befindet, muss vom Einzeichner definiert werden. Wer es ganz genau nennen will, kann auch den Blickwinkel der Kamera einzeichnen.

Gegenüber netzpolitik.org gab Kamba an, dass er das Projekt gestartet habe nachdem das französische Projekt „osmcamera“, das ein ähnliches Ziel verfolgt hatte, nach den Terroranschlägen in Paris offline genommen worden war. Der Code dazu war auf Github veröffentlicht worden und wurde vom Kamba geforkt.