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Gegenwehr
03/15/2012

Path-Skandal: Klage gegen Apple und Facebook

Nach dem Skandal um ohne Erlaubnis hochgeladene Adressbücher hat nun eine Gruppe von US-Amerikanern die Initiative ergriffen und verklagt insgesamt 18 Unternehmen, darunter Apple, Twitter und Yelp.

Der Skandal um die auf einigen Smartphone-Apps ohne Erlaubnis der Nutzer hochgeladenen Adressbücher könnte nun für insgesamt 18 Firmen ein böses Nachspiel haben. Denn in den USA wurde nun eine Klage gegen die beteiligten Firmen eingereicht. Unter den Beklagten finden sich neben Apple und Facebook auch der Kurznachrichtendienst Twitter und die Bewertungsplattform Yelp, die allesamt unerlaubterweise von der Funktion Gebrauch machten. Der Skandal wurde über die App des Social Networks Path bekannt, das sich öffentlich für den Vertrauensmissbrauch entschuldigte. Mittlerweile wurde bei allen betroffenen Apps die entsprechenden Berechtigungen ergänzt und Benutzer werden künftig über diese Funktion benachrichtigt.

Inspiration von New York Times Artikel
Die Klage wurde von einer Gruppe von 13 Personen an einem Gericht in West Texas eingereicht und beschuldigt die Firmen der illegalen Sammlung von Daten. Bei der Argumentation für ihre Klage dürften sich die Kläger besonders an einem im Februar erschienenen Artikel der New York Times orientiert haben. Der Artikel, der unter dem Titel "Mobile Apps Take Data Without Permission" erschien, wurde in der Klageschrift insgesamt 152-mal erwähnt, wie die Zeitschrift PC World bemerkt. Der Skandal veranlasste mittlerweile auch den demokratischen Senator Charles Schumer dazu, die staatliche Handelkommission mit Ermittlungen gegen Apple und Google zu beauftragen, da einige iOS- und Android-Apps offenbar ohne Wissen der Nutzer Bilder hochluden.

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