Facebook-Prozess
10/18/2011

Paul Ceglia springt dritter Anwalt ab

Erneut verliert Kläger, der Anteil an Facebook fordert, einen Vertreter.

Der US-Holzpellet-Händler Paul Ceglia verliert in seinem Prozess gegen Facebook den bereits dritten Anwalt. Jeffrey Lake zieht sich ohne Angabe von Gründen von dem Fall zurück, bei dem Ceglia einen Anteil am weltgrößten Social Network fordert. Im Jahr 2003 hatte Ceglia Mark Zuckerberg angestellt - wie er behauptet, um für ihn eine Webseite aufzubauen, die später Facebook werden sollte. Als Argumentations-Grundlage dient Ceglia ein Vertrag von 2003, den Facebook aber als glatte Fälschung bezeichnet.

Ceglia wechselte bisher bereits zwei Mal sein Anwälte-Team im Facebook-Prozess. Nach Lakes Absprung bleibt ihm noch Anwalt Paul Agentieri. Weitere Anwälte seien an dem Fall laut Ceglia hochinteressiert. Vor Gericht in New York sieht es unterdessen immer schlechter für den Holzpellet-Händler aus. Einer gerichtlichen Anordnung zur Übergabe von E-Mail-Konten und Passwörtern ging Ceglia absichtlich nicht nach.

Die Anwälte beriefen sich vor Richter Leslie Foschio auf die Wünsche Ceglias. Facebook kritisierte daraufhin Ceglias Anwälte für ihre fehlenden Bemühungen, ihren Mandanten vor einer Gesetzesübertretung zu bewahren: "Wenn sie daran scheitern, ihren Klienten zum Umdenken zu bewegen, ist die logische Folge ein Rücktritt." Ob es wegen dieser Attacke war, oder nicht, Jeffrey Lake kam der Forderung nach.