Digital Life
04/06/2016

PayPal verlässt North Carolina wegen sexistischem Gesetz

Zahlungsdienstleister PayPal gibt seinen Plan für einen 400-Personen-Standort in North Carolina auf, weil der US-Bundesstaat ein sexistisches Gesetz beschlossen hat.

In North Carolina dürfen Transgender-Personen künftig nur mehr je nach ihrem Geschlecht in der Geburtsurkunde Männer- oder Frauen-Toiletten aufsuchen. Das entsprechende Gesetz, genannt "House Bill 2" (HB2), hält außerdem weitere Maßnahmen bereit, die den gesetzlichen Schutz für homo- und bisexuelle sowie Transgender-Personen beschränkt. Für den Zahlungsdienstleister PayPal ist dies ein Grund, um den Plan für einen neuen Standort im US-Bundesstaat zu verwerfen, berichtet Ars Technica.

"Verletzt Prinzipien"

"Dieses neue Gesetz treibt Diskriminierung voran und verletzt die Werte und Prinzipien, die im Kern der Firmenkultur von PayPal verankert sind. Deshalb werden wir unsere geplante Expansion in Charlotte nicht weiterführen", verkündet PayPal-CEO Dan Schulmann in einer Stellungnahme. In Charlotte, der Hauptstadt von North Carolina, hätte ein "Global Operations Center" mit 400 Arbeitsplätzen gegründet werden sollen.

Neben PayPal haben zuletzt auch in Europa weniger bekannte Unternehmen angekündigt, Investitionen in North Carolina zurückzuziehen. Gouverneur Pat McCrory gerät dadurch unter Druck, berichtet The Charlotte Observer. Ihm wird vorgeworfen, Arbeitsplätze zu riskieren, weil er sein persönliches politisches Programm gegen alle Widerstände durchsetzen will.