Digital Life
06.11.2012

Photo+Adventure: Kanadas schönste Seiten

Der Naturfotograf Thomas Sbampato präsentiert auf der österreichischen Fotomesse Photo+Adventure „Quer durch Kanada: Vom Atlantik zum Pazifik“. Für das Projekt war er 15 Jahre lang im Norden Amerikas unterwegs, trotzte Temperaturen von -50 Grad Celcius und begegnete den Geisterbären.

Cowboys und Cowgirls, die durch die Prärie reiten, -52 Grad Kälte und der  „Geisterbär": das sind nur ein paar der vielen Seiten von Kanada. Der zweitgrößte Staat der Erde hat mit seinen zahlreichen Facetten das Herz des Naturfotografen Thomas Sbampato  gewonnen: „Der Norden hat mich immer schon fasziniert. Und Kanada ist wilder und ursprünglicher als die europäischen Nordstaaten." In den vergangenen 15 Jahren war der Schweizer immer wieder in Kanada.

Besonders das Wildleben hat es ihm angetan: „Im Norden Kanadas sind Elche, Bären und Wölfe keine Seltenheit, in anderen Ländern muss man lange danach suchen", so Sbampato. Aber einfach nur die Kamera auspacken und draufhalten, ist auch in Kanada nicht immer möglich.

Bilder aus "Quer durch Kanada"

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003_ Polarfuchs - Hudson Bay nähe Churchill.jpg

015_Arctic Ground Squirrel - Rocky Mountains.jpg

002_Cowgirl Leanne in Saskatchewan.jpg

009_Columbian Ground Squirrel vor Moraine Lake - Banff NP.jpg

012_Wapusk NP - Hudson Bay - Manitoba.jpg

014_Weisser Schwarzbär - Pazifikküste - BC.jpg

013_Weisser Schwarzbär - Pazifikküste - BC.jpg

011_Grizzly - Rocky Mountains.jpg

010_Kanufahrer im Algonquin Park - Ontario.jpg

008_Wolf - Hudson Bay - Manitoba.jpg

006_ Cowboy im Sonnenuntergang - Saskatchewan.jpg

005_Elche am kämpfen - Rocky Mountains.jpg

004_ Indian Summer im Algonquin Park - Ontario.jpg

001_Rocky Mountains Peyto Lake - Jasper NP.jpg

Der Geisterbär
Je nach Gebiet und Witterung kann man nur einige Tage der Zivilisationen fernbleiben. Nicht immer reicht die Zeit dann, um das gewünschte Tier abzulichten, doch manchmal passieren auch kleine Fotografenwunder. „Die Suche nach dem weißen Schwarzbären war sehr frustrierend.

Wir hatten nur eine Woche Zeit, um ein bergiges Gebiet von 20.000 Quadratkilometern Größe abzusuchen", erinnert sich Sbampato. Der weiße Schwarzbär, von den indianischen Ureinwohnern Geisterbär genannt, gehört zu den seltensten Bären der Welt.

Zwei Stunden, bevor Sbampato mit seinen Begleitern zurückkehren musste, haben sie ihn gefunden: „Eigentlich hat er mich gefunden. Ich saß bei seinem Fischloch, da ist er auf einmal aufgetaucht. Erst hat er sich von uns gestört gefühlt, ein paar Minuten später ist er einfach zu seinem Fischloch gegangen. Er war nur fünf Meter entfernt, ich musste das Objektiv wechseln, weil ich ihn sonst nicht ganz aufs Bild gebracht hätte."

-52 Grad
Solche Glücksmomente lassen Sbampato auch  Strapazen ertragen. Bei bis zu –52 Grad Celcius hat er schon fotografiert, einmal erlitt er schwere Erfrierungen an den Händen: „Mit den dicken Handschuhen kann man nicht fotografieren und die Dünnen schützen nur davor, dass man nicht an der Kamera festfriert", so Sbampato: „Aber hat man dann das gewünschte Bild im Kasten, ist alles andere vergessen."

Bildband
Thomas Sbampato (www.sbampato.ch) wird auf der Photo+Adventure sein Projekt „Quer durch Kanada: Vom Atlantik zum Pazifik" (Bildband um 19,95 Euro erhältlich) am 10. November präsentieren und am 11. November ein Seminar über Natur- und Tierfotografie abhalten.

Seine Tipps für zukünftige Naturfotografen: „Man muss begeistert sein. Man kann es nicht einfach lernen, man muss es auch wollen und das Leben in der Natur gerne haben." Sbampato ist 50 Jahre alt, glücklich verheiratet und seit 20 Jahren Berufsfotograf. Seine Kameras sind derzeit eine
Nikon D3x und D3s.

Die Photo+Adventure findet am 10. und 11. November im Design Center Linz statt. 170 Aussteller präsentieren Produkte rund um die Fotografie.

Zusätzlich gibt es über 100 Rahmenprogrammpunkte, wie Diashows, Workshops und Vorträge.

Tageskarten sind ab 8 Euro erhältlich. Workshops sind zusätzlich zu bezahlen, eine Voranmeldung ist erforderlich: zur Website